Uber erneuert Logo und Icon

Die App-Icons sind nun blau und rot. Das charakteristische U gibt es nicht mehr. Für jedes seiner 65 Länder hat Uber zudem ein separates Fabprofil erstellt. CEO Travis Kalanick hat sich am Design als Laie maßgeblich beteiligt.

Uber hat seinen Markenauftritt komplett überarbeitet. Nicht nur das Logo und die Icons der Apps für Nutzer wie für Fahrer wurden erneuert, es hat auch ein eigenes Farbprofil für jedes der 68 Länder entwickelt, in denen es vertreten ist. Insgesamt wird sich Uber künftig bunter und weniger aggressiv präsentieren.

Redesign (BIld: Uber)Dem von CEO Travis Kalanick verfassten Blogbeitrag zufolge war das bis heute genutzte Uber-Logo aus der Not geboren. Das schnell wachsende Unternehmen hatte damals keine Zeit, diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Uber habe sich aber auch insgesamt verändert, schreibt er. Das Redesign wollte er keiner externen Agentur anvertrauen – und arbeitete daher persönlich intensiv daran mit, obwohl in diesem Bereich Laie, wie er Wired schilderte.

Das Logo der Mitfahr-App, die einfach Uber heißt, stellt nun ein rundes weißes Element in den Mittelpunkt einer blauen Fläche mit Muster, während die Fahrer-App UberPartner durch ein Sechseck auf rotem Hintergrund charakterisiert wird. Das bekannte U wurde ebenso fallen gelassen wie sein Metallic-Look.

Yahoo hatte sein Logo 2013 geändert, ein Jahr nach Microsoft und Ebay. Im vergangenen Jahr modifizierten etwa Google und Lenovo ihre Logos. Allen gemeinsam ist eine Tendenz zu klareren Schriftbildern ohne Serifen oder Schnörkel.

Fahrdienste von Uber sind derzeit in rund 400 Städten weltweit verfügbar. Kurz vor Jahresende 2015 konnte Uber auch mitteilen, dass es seit dem Start 2009 eine Milliarde Fahrten vermittelt hat. Die Rekordfahrt fand am Heiligabend in London statt.

Neue Icons der Uber-Apps für Passagiere und Fahrer (Bild: Uber)Neue Icons der Uber-Apps für Passagiere und Fahrer (Bild: Uber)

Die Verbreitung vor allem des Privatfahrdiensts UberPop stieg allerdings 2015 nicht so schnell an, wie sich Uber das wünscht: Viele Länder weltweit sehen einen Konflikt mit Vorschriften für Taxidienste, weshalb er etwa in Deutschland und Frankreich nicht mehr angeboten wird. In Großbritannien hingegen urteilte ein Gericht im Oktober, Uber sei gesetzeskonform.

Altes Uber-Logo (Bild: Uber)Altes Logo (Bild: Uber)Uber beschränkt sich aber nicht auf Vermittlungsdienste und Routenoptimierung, es forscht auch zu selbstlenkenden Autos und erprobt regelmäßig neue Konzepte – aktuell etwa ein Omnibus-artiges Mitfahrsystem namens UberHop in Seattle. Wie bei einem Bus optimiert der Dienst Routen so, dass mehrere Fahrgäste unterwegs ein- und aussteigen können. Dabei wird von den Mitfahrern erwartet, dass sie kürzere Strecken bis zu einem geeigneten Abholpunkt zu Fuß zurücklegen.

Ebenfalls in Seattle testet Uber ein Farbsystem namens SLOT, das es Fahrer und Fahrgast ermöglichen soll, einander schneller zu finden – etwa an belebten Abholorten oder größeren öffentlichen Plätzen. Der Fahrgast kann in der App eine Farbe wählen und auch durch sein Smartphone signalisieren. Die Autos hingegen werden mit einer Leuchte hinter der Windschutzscheibe ausgestattet, die bei Erreichen des Abholorts in der gewählten Farbe leuchtet.

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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