Neues Logo für Lenovo

Das Motto lautet nun "Never stand still" statt bisher "For those who do". Das Unternehmen will Trendsetter unter 30 Jahren als "Markenbotschafter" gewinnen und als so cool gelten wie Uber. "Unser Vertrieb ist viel weiter als unsere Marke."

Lenovo hat sein Logo und sein Motto aktualisiert. Statt „For those who do“ („Für Macher“) heißt die Devise des chinesischen Konzerns nun „Never stand still“ („stehe niemals still“). Das hat es auf seiner Hausmesse Tech World 2015 in Peking mitgeteilt.

Logo Lenovo neu (Bild: Lenovo)Der Imagewandel spiegelt zum einen die Integration von Motorola Mobility wider, auch wenn diese in Europa und vor allem den USA beliebte Marke bestehen bleibt. Das chinesische Unternehmen zahlte Google für die Handysparte insgesamt 2,91 Milliarden Dollar. Zum anderen will sich Lenovo aber neu ausrichten und zunehmend ein jüngeres Publikum ansprechen, die Gruppe zwischen 18 und 30 Jahren, die es als „Design-Trendsetter“ ausgemacht hat, wie der für Asia-Pacific zuständige Chief Marketing Manager Nick Reynolds sagt.

„Unser Vertrieb ist viel weiter als unsere Marke. Ich habe viel Arbeit vor mir, damit die Marke zum restlichen Geschäft aufschließt“, sagt der erst kürzlich beförderte Manager über die Neuprofilierung. Als Werbeträgerin für das demnächst kommende Smartphone Vibe Shot hat Lenovo darum zum Beispiel Fan Bingbing gewonnen, eine in China bekannte Schauspielerin und Sängerin.

Lenovo wolle als „revolutionär“ gelten, erklärte Reynolds weiter – ähnlich wie Uber oder Airbnb. Es brauche Fans als „Markenbotschafter“. Im vergangenen Jahr habe man mit der Kampagne „Yoga My Way“ schon rund 250 Millionen Menschen weltweit erreicht und Ashton Kutcher als Produktmanager fürs Yoga Tablet 2 Pro vorgestellt. Darauf gelte es aufzubauen.

Mehr Beliebtheit will Lenovo auch gewinnen, indem es stärker auf seine Kunden hört. Dazu läuft ein Pilotprojekt namens „Voice of Customer“ in China, das laut dem APAC-Präsidenten Rod Lappin demnächst auch in China und dann dem Rest der Region eingeführt werden soll. „Wir nehmen Social Feedback, egal ob zu Produkten oder Diensten, kombinieren es und hören auf den Kunden. Da geht es nicht nur um die USA, sondern wir manchen das Land für Land, weil jedes Land unterschiedliche Bedürfnisse und Kommunikationswege hat.“

Im Unternehmensbereich, wo Lenovo nach dem Notebook-Segment im vergangenen Jahr auch IBMs x86-Sevrer-Sparte für 2,3 Milliarden Dollar gekauft hat, ist die Marke weniger das Problem. Kong Meng Koh, Vizepräsident der Enterprise-Business-Sparte in APAC, erklärte auf der Tech World, 1 bis 2 Prozent Wachstum seien schon einmal besser als das Negativwachstum im PC-Geschäft, aber wichtig sei es, Chancen nicht zu verpassen. „Es gibt eine Welle bei IoT und Cloud, und wir werden eine schnellere Einführung dieser Geräte sehen, und wir glauben, dass so eine Umgebung für Server und Storage im Backend entsteht. Wir wollen uns für dieses Wachstum positionieren, wenn es einsetzt.“

Auf Nachfrage sagte Koh auch, mit Spionage habe Lenovo nichts zu tun. Sicherheit stehe stets im Mittelpunkt. „Wir sind kein China-Hersteller oder chinesisches Unternehmen, wir sind ein weltweites Unternehmen, das zufällig auf einem in China gewachsenen Erbe aufbaut, und das ist alles, was wir haben.“

[mit Material von Aimee Chantadavong, ZDNet.com]

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Themenseiten: Lenovo, Marketing, Notebooks, Server, Smartphone

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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