Pebble Time stellt Rekord bei Kickstarter auf

Über 62.000 Unterstützer sagen in kurzer Zeit mehr als 15 Millionen Dollar für die neue Farb-Smartwatch zu. Pebble nutzt die Crowdfunding-Plattform nicht nur für die Finanzierung, sondern erfolgreich für Verkauf und Marketing. Mit bislang einer Million verkauften Smartwatches dürfte Pebble der derzeitige Marktführer sein.

Die Farb-Smartwatch Pebble Time hat auf Kickstarter einen neuen Rekord eingefahren. Mit über 62.000 Unterstützern hat sie das Finanzierungsziel von 500.000 Dollar vielfach übertroffen und bewegt sich jetzt auf Zusagen in Höhe von 16 Millionen Dollar zu. Damit liegt Pebble klar vor dem bisherigen Rekordhalter Coolest Cooler (13.285.226 Dollar) – und hat noch 23 Tage, um sein Ergebnis weiter auszubauen.

Pebble, das schon seine erste Smartwatch auf Kickstarter finanzierte, kehrt damit nicht nur zurück zu seinen Wurzeln. Es nutzt vielmehr die Crowdfunding-Plattform inzwischen eigentlich nicht mehr nur zur Finanzierung eines ehrgeizigen Projekts, sondern effektiv als Plattform für Verkauf und Marketing. Der neue Kickstarter-Rekord macht die große Nachfrage sichtbar und sorgt für zusätzliche Publizität.

(Screenshot: ZDNet.de)

Die Uhr soll regulär für 199 Dollar auf den Markt kommen, aber die frühen Schwarmfinanzierer bekommen sie je nach Förderstufe ab 159 Dollar. Sie nutzt ein farbiges E-Paper mit erheblich geringerem Stromverbrauch als bei anderen Displays. Wie schon bei seinen bisherigen Modellen kann Pebble daher eine Akkulaufzeit von rund einer Woche versprechen und lässt in dieser Hinsicht den Mitbewerb weit hinter sich.

Neu ist neben der Farbanzeige ein eingebautes Mikrofon, das dem Nutzer erlaubt, Sprachnachrichten zu versenden oder Sprachnotizen zu erstellen. Unter Android verspricht der Hersteller Kompatibilität zu hunderten Apps, darunter SMS, Hangouts, Gmail, Facebook Messenger und Whatsapp. Unter iOS beschränkt sich die Nutzung vorerst auf Gmail.

Die Pebble Time ist wasserdicht, sie kann beim Schwimmen und unter der Dusche anbehalten werden. Sie wird über seitliche Knöpfe und nicht etwa per Touchscreen bedient. Auch ein Vibrationsalarm ist enthalten. Für die Oberfläche gibt es einen neuen Präsentationsmodus namens Timeline, der die jüngsten Benachrichtigungen in chronologischer Reihenfolge enthält, aber auch die nächsten anstehenden Termine. Neben Benachrichtigungen sind Fitness-Tracking und Steuerung der Musik-Abspielsoftware auf dem Smartphone die Kernfunktionen. Zu den App-Partnern für die Pebble Time zählen Evernote, GoPro, Runkeeper, Paypal, The Weather Channel und Yelp.

Mit bis Ende 2014 über einer Million verkauften Smartwatches ist Pebble wohl Marktführer vor Samsung, das angeblich 800.000 Galaxy-Gear-Smartwatches ausgeliefert hat. Außerdem expandiert der Smartwatch-Pionier international und bietet seine Computeruhren jetzt auch offiziell in Deutschland an.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat der Hersteller inzwischen zusätzlich eine Edelstahlausführung der Pebble Time angekündigt. Wie die Kunststoffversion kann sie auf ihrem dauerhaft aktiven E-Paper-Display 64 Farben mit hohem Kontrast darstellen. Pebble stellt außerdem eine nochmals verbesserte Akkulaufzeit heraus: Mit einer Ladung soll die Uhr nun bis zu 10 Tage durchhalten, während das Standardmodell rund eine Woche schafft.

Wer sich bereits an der Kickstarter-Finanzierung für die Pebble Time beteiligt hat, kann ein Upgrade auf die Steel-Version durchführen, ohne seinen Platz in der Reihenfolge der Unterstützer zu verlieren. Statt 179 Dollar muss er dann mindestens 250 Dollar zusagen. Regulär soll die Pebble Time Steel 299 Dollar kosten und damit 100 Dollar mehr als die Standardausführung.

Themenseiten: E-Commerce, Pebble, Smartwatch, Wearable

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