Nächste Windows-Server-Version unterstützt Docker-Container

Anwender können dadurch Container-Anwendungen On-Premise oder gehostet unter Windows Server Next in einer virtuellen Maschine in der Azure-Cloud ausführen. IBM, Rackspace, Google, Canonical und Red Hat setzen Docker bereits ein. Microsoft unterstützt es seit Juni für Linux auf Azure.

Microsoft will in die für Mitte 2015 erwartete nächste Version von Windows Server „neue Container-Technologien“ integrieren, wie es jetzt in einem Blogeintrag ankündigte. Eine davon wird Docker sein. Anwender werden damit Container-Anwendungen erstellen können, die On-Premise auf Windows Server oder gehostet auf Windows Server Next in einer virtuellen Maschine in Microsofts Azure-Cloud laufen.

Docker ist eine Open-Source-Engine für das automatisierte Deployment von Applikationen. Es verwendet Container statt virtueller Maschinen, um die parallele Ausführung mehrerer Anwendungen auf demselben Server zu ermöglichen. IBM, Rackspace und Google sowie führende Linux-Distributoren wie Canonical und Red Hat bieten bereits Support für Docker. Microsoft erlaubt seit Juni die Ausführung von Docker-Anwendungen unter Linux auf Azure.

Die nächste Version von Windows Server liefert Unterstützung für Docker-Container (Bild: Microsoft).

In der kommenden Version von Windows Server wird die freie Docker Engine Runtime zum Erstellen, Betreiben und Orchestrieren von Containern nutzbar sein. Die Docker Engine für Windows Server wird von Docker als Open-Source-Projekt entwickelt, woran sich Microsoft als aktives Community-Mitglied beteiligt. Images der Docker Engine für Windows Server werden im Docker Hub erhältlich sein. Den Docker Hub selbst will Microsoft wiederum direkt in Azure integrieren, so dass er über das Azure-Management-Portal und Azure Gallery zugänglich ist. Außerdem trägt Microsoft zur weiteren Entwicklung der freien Docker-APIs bei.

Welche weiteren neuen Container-Technologien sonst noch für das kommende Windows-Server-Release geplant sind, ist unklar. Um die von Microsoft Research entwickelten Drawbridge-Techniken wird es sich offenbar nicht handeln, wie ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley von ihren Quellen erfahren hat. Klarheit dürfte die nächste große Vorschau auf Windows Server Next schaffen, die im Januar 2015 erwartet wird.

Eine erste Technical Preview des neuen Serverbetriebssystems hatte Microsoft am 1. Oktober verfügbar gemacht, zusammen mit einer Vorschau auf Windows 10. Windows Server Next, das voraussichtlich als Windows Server 2015 in den Handel kommen wird, enthält erweiterte Funktionen für die Active Directory Federation Services, die Remote-Desktop-Dienste, Hyper-V und Netzwerk.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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