Samsung Galaxy S5 kommt spätestens im April mit neuem Design

Laut Managerin Lee Young Hee konzentriert man sich vor allem auf das Display und das Gehäuse des Android-Smartphones. Außerdem denkt Samsung über den Einsatz eines Iris-Scanners nach. Mit dem Start des Galaxy S5 soll auch ein Nachfolger der Smartwatch Galaxy Gear erscheinen.

Samsung will spätestens im April sein kommendes Android-Flaggschiff Galaxy S5 auf den Markt bringen. Das Design werde sich deutlich von den Vorgängern Galaxy S4 und S3 unterscheiden, sagte Lee Young Hee, Executive Vice President von Samsungs Mobilsparte, bei einem Interview mit Bloomberg auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Zudem denke man über die Integration eines Iris-Scanners nach. „Wir prüfen die Möglichkeit“, so Lee. Ein Patentantrag, der den Iris-Scanner beschreibt, war schon Mitte November aufgetaucht.

Gegenüber Bloomberg räumte Lee ein, dass die Reaktionen der Märkte auf das Galaxy S4 nicht unbedingt Samsungs Vorstellungen entsprachen, und nicht „allzu groß“ waren. „Verbraucher konnten im Bezug auf das Aussehen keinen großen Unterschied zwischen dem S3 und S4 wahrnehmen. Beim S5 konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche. Es geht in erster Linie um das Display und das Gehäuse“, führte die Managerin aus.

Das Galaxy S4 soll spätestens im April einen Nachfolger erhalten (Bild: News.com)Das Galaxy S4 soll spätestens im April einen Nachfolger erhalten (Bild: News.com)

Bisherigen Gerüchten zufolge wird das Galaxy S5 in zwei Varianten erscheinen: mit dem üblichen Plastik-Chassis und alternativ mit einem Metallgehäuse. Zur Fertigung des S5-Gehäuses soll sich Samsung an den Zulieferer von HTC und Apple gewandt haben, der für die Herstellung der Gehäuse des HTC One beziehungsweise des iPad Mini und MacBook Air verantwortlich ist. Das Display soll zwar wieder eine Diagonale von 5 Zoll aufweisen, aber über eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln verfügen, was 587 ppi entspräche. Zum Vergleich: Der Full-HD-Screen des Galaxy S4 kommt auf 441 ppi.

Zusammen mit dem Galaxy S5 wird ein Jahr nach dem Start des S4 Lee zufolge auch ein Nachfolger der Smartwatch Galaxy Gear erscheinen, der ein schlankeres Design und einen erweiterten Funktionsumfang bietet. Ein neues Galaxy-Note-Phablet kündigte die Samsung-Managerin für die zweite Jahreshälfte an.

Im Jahr 2014 will sich Samsung laut Lee verstärkt auf Tablets konzentrieren. Auf der CES stellte das Unternehmen mit dem 12,2 Zoll großen Galaxy NotePRO und den TabPRO-Modellen bereits vier neue Geräte dieser Klasse vor.

Unter der Haube des Galaxy S5 wird ein 64-Bit-Prozessor arbeiten, wie Samsung-CEO Shin Jong-kyun schon im September gegenüber der Korea Times angekündigt hatte. Ihm sollen wie beim neuesten Galaxy-Note-Phablet 3 GByte RAM zur Seite stehen. Wirklich benötigt werden 64-Bit-Prozessoren aber erst, wenn die Arbeitsspeichermenge von Mobilgeräten auf über 4 GByte steigt. Denn 32-Bit-CPUs können normalerweise maximal 4 GByte adressieren. Apples Vorstellung des iPhone 5S hatte im September allerdings für viel Aufsehen gesorgt und 64-Bit-Chips für Smartphones erstmals ins Gespräch gebracht, worauf Samsung prompt reagierte.

Mit an Bord des kommenden Spitzenmodells ist vermutlich auch eine 16-Megapixel-Kamera. Das aktuelle Galaxy S4 nutzt eine 13-Megapixel-Ausführung. Die Stromversorgung übernimmt angeblich ein 4000-mAh-Akku, der nicht nur deutlich stärker wäre als der des Vorgängers (2600 mAh), sondern auch die Kapazität der meisten Konkurrenten übertreffen würde. Aufgrund der noch höheren Pixelanzahl des Displays, dürfte das S5 aber auch mehr Strom verbrauchen.

Als Betriebssystem kommt voraussichtlich Android 4.4 KitKat zum Einsatz. Gerüchten zufolge könnte Samsung das S5 alternativ auch mit Tizen OS ausstatten, das ebenfalls zu den Bereichen zählt, die Samsung im kommenden Jahr vorantreiben will.

[Mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

Themenseiten: Android, Galaxy, Samsung, Smartphone

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6 Kommentare zu Samsung Galaxy S5 kommt spätestens im April mit neuem Design

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  • Am 9. Januar 2014 um 21:36 von Mac-Harry.de

    Warum dauert das Kopieren von Apple-Ansätzen so lange, wenn es doch so einfach geht?

    Ich vermute Samsung wird dann Apple verklagen, weil Apple die 64Bit geklaut hat und den Fingersensor auch.

    Naja. Samsung Plastikbomber.

    • Am 10. Januar 2014 um 6:55 von punisher

      Harry apple hat weder die 64 bit Technologie noch den Fingersensor erfunden und über „Plastikbomber“ brauchen wir garnicht reden. bis zum 4er waren die iphones genauso Plastik. Von der Stabilität denr Aluäpfel wissen wir ja, dass diese nicht wirklich das wahre ist.

  • Am 10. Januar 2014 um 8:33 von Judas Ischias

    Auch der Appel hat mit Plastik angefangen und das iPhone 5c ist wieder aus Plastik. Ich Schätze mal dass Du das „vergessen“ hast oder einfach verdrängt?

  • Am 11. Januar 2014 um 5:14 von da Marv

    Zunächst einmal kann man mit einen 32bit System jediglich Arbeitsspeicher von bis zu 3.2GB abressieren und nicht wie im Text behauptet bis zu 4GB.
    Außerdem gibt die Einheit ‚mAh‘ bereits Auskunft über die Kapazität und eben nicht über die Stromversorgung. Bedeutung: Bei einer theoretischen Stromaufnahme von 1mA hält der Akku bei einer Kapazität von 4000mAh 4000Std.

    • Am 11. Januar 2014 um 15:13 von punisher

      Das kann man so aber auch nicht stehen lassen. Es kommt auf das Mainboard, die I/O Schnittstellen und den vram an. ich denke dieses Konzept dürfte sich beim smartphone nicht geändert haben, auch wenn die Werte nicht ao hoch sein dürften wie bei einem PC

    • Am 20. Januar 2014 um 21:57 von Conchobair

      Was im Text steht ist völlig korrekt. Der Adressraum eines 32 Bit Systems beträgt genau 2^32 Byte also exakt 4 GB. Aber für allen Speicher in einem Gerät zusammen. Heißt wenn die Grafikkarte in einem PC schon z.Bsp. 512 MB reserviert bleibt nur noch die Differenz für den RAM über. Und wenn man es nicht aus dem Kopf weiß kann man es überall im Netz nachlesen statt so einen Unsinn zu schreiben.

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