Bericht: Pegatron fertigt neues Billig-iPhone

Apple möchte angeblich weniger von seinem lange bevorzugten Auftragsfertiger Foxconn abhängig sein. Pegatron will die Zahl seiner Mitarbeiter im zweiten Halbjahr um rund 40 Prozent erhöhen. Das Unternehmen fertigt bereits das iPad Mini in größeren Stückzahlen.

Apple will sich von seinem bevorzugten Auftragsfertiger Foxconn unabhängiger machen und verlagert zunehmend mehr Produktionsvolumen zu dessen kleinerem Wettbewerber Pegatron, wie das Wall Street Journal berichtet. Schon früher fertigte Pegatron Notebooks für Apple, produzierte seit 2011 kleinere Mengen von iPhones und stieg im letzten Jahr größer mit der Herstellung von Apples Mini-Tablet iPad ein.

iPhone 5In der zweiten Jahreshälfte will das taiwanische Unternehmen, das in China und Taiwan über rund 100.000 Mitarbeiter verfügt, seine Belegschaft um bis zu 40 Prozent aufstocken. Das bestätigte Finanzchef Charles Lin, der zuvor schon gegenüber Reuters erklärte, sein Unternehmen werde im zweiten Halbjahr 60 Prozent seiner Einnahmen erzielen. Nicht kommentieren wollte er vorhergehende Informationen von Auftragsfertigern, dass Pegatron für Apple ein Niedrigpreis-iPhone herstellen wird, das schon länger im Mittelpunkt von Gerüchten steht. Analysten bringen Pegatrons beabsichtigte Neueinstellungen ebenfalls mit der erwarteten Produktion von weniger teuren iPhones in Verbindung.

Die Gerüchte über Pläne für ein kostengünstigeres iPhone für Einsteiger halten sich hartnäckig, obwohl Apples Senior Vice President Phil Schiller noch im Januar dieses Jahres jedes Interesse an Billig-Smartphones abstritt. Ihm zufolge zieht Apple „für jedes Produkt nur die beste verfügbare Technik in Betracht. Das betrifft die Produktionskette, das Retina-Display, das Unibody-Design. Wir wollen das beste im Markt verfügbare Produkt anbieten.“

Apple kommt jedoch durch den verschärften Wettbewerb im Smartphonemarkt zunehmend auch unter Preisdruck. Im April erklärte France-Telecom-Chef Stéphane Richard, das iPhone sei aufgrund seines Preises immer schwerer zu verkaufen. Rund 600 Dollar ohne Vertrag seien einfach sehr viel Geld.

Mit dem Wechsel zum Auftragsfertiger Pegatron scheint Apple die Weichen jedoch neu gestellt zu haben. Das WSJ zitiert dazu die Analystin Angela Hsiang von KGI Securities. Sie erwartet, dass Pegatron sowohl die meisten der in diesem Jahr verkauften iPad Minis als auch die Mehrzahl des kommenden preisgünstigeren iPhones herstellt.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

 

Themenseiten: Apple, Foxconn, Mobile, Pegatron, Smartphone, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Bericht: Pegatron fertigt neues Billig-iPhone

Kommentar hinzufügen
  • Am 30. Mai 2013 um 21:18 von McNoise

    natürlich streitet man ein billig-smartphone ab … das heißt aber noch lange nicht, dass man nicht ein kostengünstiges modell herausbringt. das iPad mini ist auch kein billiges gerät, aber eben kostengünstiger.

    natrülich klingt billig bzgl. Apple natürlich wunderbar reißerisch und beschert weitaus mehr klicks als das wort „kostengünstig“.

    es ist bittertraurig wie kommerziell verzerrt die berichterstattung ist … selbst oder gerade hier auf zdnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *