Google arbeitet angeblich an erstem Chromebook mit Touchscreen

Google will nach Informationen des Wall Street Journal (WSJ) noch dieses Jahr ein erstes Notebook mit Touchscreen auf den Markt bringen, das mit seinem Betriebssystem Chrome OS arbeitet. Damit würde der Internetkonzern zu einem direkten Konkurrenten von Microsoft, dessen Windows 8 schon jetzt auf einigen Touchscreen-Geräten läuft.

Acers bisherige Chromebooks bieten noch keinen Touchscreen (Bild: Sarah Tew/CNET).

Laut WSJ verfügte ein Viertel der im letzten Monat in den USA verkauften Windows-8-Notebooks über einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Microsoft hält auch einen großen Anteil am Markt für günstige Laptops. In diesem ist Google seit 2011 aktiv. In den USA setzte es im vierten Quartal des letzten Jahres fast 100.000 Chromebooks zu Preisen von 199 und 249 Dollar ab, wie die Zeitung berichtet.

Chrome OS bietet schon jetzt eine virtuelle Touch-Tastatur. Angesichts seiner Erfahrung mit Android dürfte es für Google ein Leichtes sein, sein Notebook-Betriebssystem noch um eine auf Touchsteuerung ausgerichtete Oberfläche zu erweitern. Die Anwendungen des auf Linux aufsetzenden OS laufen im Browser Chrome. Chromebooks werden wie Chrome alle paar Wochen automatisch aktualisiert. Anwender müssen sich weder um Updates noch Virenschutz kümmern. Die Nutzung vereinfachen sollen Web-Apps und die Speicherung von Dokumenten in der Cloud. Eine Offline-Nutzung ist jedoch mit Einschränkungen verbunden.

Ende letzten Jahres hatte Google zwei weitere Chromebook-Modelle von Acer und Samsung vorgestellt. Mit welchem Hersteller es für die Touchscreen-Variante zusammenarbeitet, haben die Quellen des WSJ nicht mitgeteilt.

Notebooks per Touchoberfläche zu bedienen, ist ein wachsender Trend und könnte in der nahen Zukunft zum Standard werden – so wie es bei Mobilgeräten bereits der Fall ist. Im Dezember erklärte Acer-Präsident Jim Wong, dass Touchscreen-Laptops seiner Ansicht nach den PC-Markt bald dominieren werden. Microsoft Windows 8 hält er in diesem Zusammenhang aber für “zu kompliziert“.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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