CES: Samsung demonstriert flexibles OLED-Display “Youm”

Samsung hat auf der CES in Las Vegas erste Prototypen vorgestellt, die seine Technik “Youm” für flexible Displays nutzen. Die gezeigten Smartphone- und Tablet-Modelle mit einer Diagonale von rund 5 Zoll verfügen über einen zum Rand hin gebogenen Bildschirm, so dass sich etwa Benachrichtigungen auch dann ablesen lassen, wenn die Geräte flach auf dem Tisch vor einem liegen.

Laut Brian Berkeley, Senior Vice President von Samsungs Display-Labor im kalifornischen San Jose, können Samsungs Partner auf Basis von Youm extrem flache Bildschirme herstellen, die sich biegen, falten und zusammenrollen lassen. Die verwendete OLED-Technik soll für hohe Kontraste und kräftige Farben sorgen, bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch gegenüber herkömmlichen LCDs.

Microsofts Chief Technical Strategy Officer Eric Rudder demonstrierte anhand eines Prototyps, wie ein Windows Phone mit Youm-Display aussehen könnte (Bild: James Martin/CNET).

Microsofts Chief Technical Strategy Officer Eric Rudder demonstrierte anhand eines Prototyps, wie ein Windows Phone mit Youm-Display aussehen könnte (Bild: James Martin/CNET).

Einen Prototyp des flexiblen Displays hatte Samsung schon auf der CES 2011 präsentiert, allerdings nicht in ein Gerät eingebaut sowie kleiner und mit geringerer Auflösung. Den Markennamen Youm führte es letztes Frühjahr ein. Wann erste Geräte mit der Technik erhältlich sein werden, ließ der Hersteller auch dieses Jahr offen. Gleiches gilt für den Preis.

Auch andere Firmen arbeiten an biegsamen Displays. LG und Nokia haben schon Prototypen flexibler Bildschirme für Smartphones und Tablets demonstriert.

Samsungs Ansatz unterscheidet sich allerdings von dem von Nokia, das im Oktober 2011 mit seiner “Kinetic Interface”-Technologie für Aufsehen sorgte. Diese stellt eine Alternative zur Touchscreen-Bedienung dar: Der Anwender nimmt das Gerät in beide Hände. Dreht er die Seiten leicht gegeneinander, kann er beispielsweise durch eine Bildergalerie scrollen. Biegt er aber die Enden auseinander, zoomt er ins Bild hinein – und umgekehrt, wenn er die Seiten zu sich zieht. Samsung ist offenbar in erster Linie daran interessiert, mit seiner Technik sonst brach liegende Bereiche eines Smartphones zur Anzeige von Informationen zu nutzen.

[mit Material von Josh Lowensohn und Jonathan Skillings, News.com]

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