Motorola Mobility entlässt weitere 500 Mitarbeiter

Motorola Mobility hat weitere Konsequenzen aus seiner Übernahme durch Google gezogen. Im Zuge einer laufenden Umstrukturierung wird es in Südkorea den Betrieb “überwiegend” einstellen und 500 Mitarbeiter entlassen. Das steht in einer nach außen gedrungenen internen Mail.

Google hatte 12,5 Millionen Dollar für Motorola gezahlt – unter anderem, um an dessen 17.000 Patente zu kommen und sie in Rechtsstreitigkeiten einsetzen zu können. Durch die Restrukturierungskosten soll der Preis sich schon fast auf 13 Milliarden Dollar erhöht haben.

Auch in Südkorea erhalten die Entlassenen Abfindungen. Motorola hat die Maßnahme inzwischen bestätigt. In einer Stellungnahme steht: “Am 10. Dezember haben wir begonnen, unsere Pläne unserem Personal in Korea mitzuteilen, wo wir den Großteil unseres Betriebs einstellen werden – einschließlich Forschung und Entwicklung sowie der Abteilung für Consumer Device Marketing. Die Pläne spiegeln unsere Intention wieder, die Forschung weltweit zu konsolidieren sowie die Kooperation zu stärken und uns auf die Märkte zu konzentrieren, wo wir für einen effizienten Wettbewerb am besten aufgestellt sind.”

An anderer Stelle heißt es, dies sei eine “schwierige, aber notwendige Entscheidung” gewesen. In Korea behalte man den lokalen Vertrieb und die Abteilung iDEN (Integrated Digital Enhanced Network).

Aus Südkorea hatten sich kürzlich auch Yahoo und HTC verabschiedet. Der Smartphone-Hersteller behält dort nur 10 Prozent seiner Forschungsabteilung sowie zwei Geschäftseinheiten. Er wird im Land aber keine Smartphones mehr anbieten.

Motorola hat seit der Übernahme durch Google außerhalb der USA bereits rund 4000 Mitarbeiter entlassen und etwa ein Drittel der weltweit 90 Geschäftsstellen geschlossen, um sich wieder der Profitabilität zu nähern. Auch die internationalen Websites wurden vor einem knappen Monat eingestellt. Der Umfang der Sparmaßnahmen zeigt, dass Google doch wohl hauptsächlich an den Patenten von Motorola interessiert war, auch wenn Eric Schmidt im September 2011 das Gegenteil behauptete.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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