Twitter entwickelt Download-Tool für sämtliche Tweets

Twitter wird es Anwendern bald ermöglichen, alle jemals verfassten Tweets als Paket herunterzuladen. Ein Werkzeug dafür sei in Arbeit, hat CEO Dick Costolo der New York Times mitgeteilt. Einen Zeitpunkt für die Einführung nannte er nicht.

Logo von Twitter

Wörtlich wird Costolo wie folgt zitiert: “Wir arbeiten an einem Werkzeug, mit dem die Nutzer alle ihre Tweets exportieren können. Sie werden in der Lage sein, sie als Datei herunterzuladen.” Derzeit ist es Intensivnutzern lediglich möglich, einige Tausend ihrer Tweets zu durchsuchen. Ein komplettes Archiv liefern nur Drittanbieter – allerdings gegen Gebühr oder mit bestimmten Einschränkungen.

Facebook hat bereits eine vergleichbare Exportmöglichkeit für seine Anwender geschaffen. Dies dürfte die Nachfrage nach einer Exportfunktion bei Twitter noch erhöht haben.

Costolo betonte, jeder könne nur die eigenen Tweets herunterladen, nicht aber die gesammelten Mitteilungen anderer. Diese Frage gewinnt durch einen Prozess in New York gegen Aktivisten von Occupy Wall Street an Bedeutung: Twitter weigert sich darin, die vollständigen Archive mit den Posts der Beklagten herauszugeben. Nach seiner Ansicht regeln seine Geschäftsbedingungen das Eigentum an den übermittelten Daten klar. Nutzer behalten “die Rechte an jeglichen Inhalten, die sie übermitteln, veröffentlichen oder durch die Site anzeigen”.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Twitter entwickelt Download-Tool für sämtliche Tweets

  • Am 25. Juli 2012 um 11:11 von hoohead

    Dafür gibt es doch bereits schon die Twitter-Api.
    Followerliste Grabben, Tweets laden und chronologisch oder User spezifisch zuordnen.

  • Am 12. August 2012 um 15:13 von Christoph Puppe

    Wer FAcebook mit seiner sehr rudimentären Download-Funktion erwähnt, sollte auch die Google erwähnen. Die sind seit Jahren Vorbildlich:

    http://www.dataliberation.org/

    und

    https://www.google.com/takeout/?pli=1

    Jeder sollte bei der Auswahl seines Cloud Anbieters darauf achten, dass auch der Export der Daten in einem Format möglich ist, mit dem man danach auch weiter arbeiten kann. Sonst ist der Vendor Lock In vorprogrammiert.

    Mehr dazu in meinen Seminaren :)

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