Yahoo stellt digitalen Zeitungskiosk Livestand ein

Trotzdem will es sich verstärkt auf mobile Anwendungen konzentrieren. In Apples App Store hatte der Kiosk durchschnittlich vier von fünf Sternen. Erfahrungen mit Livestand sollen in die Entwicklung neuer mobiler Produkte einfließen.

Yahoo stellt den vor weniger als einem Jahr für Apples iPad gestarteten digitalen Zeitungskiosk Livestand ein. Das hat das Unternehmen Ende vergangener Woche in einem Blogeintrag angekündigt. Positive und negative Erfahrungen mit Livestand sollen „aktiv in die Entwicklung künftiger Produkte einfließen, die besser an Yahoos mobile Strategie angepasst sind“, schreibt das Livestand-Team im Yahoo-Blog.

In Apples App Store wird der Kiosk durchschnittlich mit vier von fünf Sternen bewertet. Er ist in diesem Jahr eines der ersten Produkte, die der angeschlagene Internetkonzern aus seinem Angebot streicht.

Dem Blog zufolge will Yahoo der Entwicklung mobiler Produkte künftig Vorrang einräumen. Als Beweis dafür wird der in der vergangenen Woche vorgestellte iOS-Browser Axis angeführt, der auch als Plug-in für die Desktop-Browser Chrome, Firefox, IE und Safari zur Verfügung steht.

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass Innovationen für mobile Nutzer eine der größten, wenn nicht sogar die größte Priorität für uns sind“, heißt es weiter in dem Blogeintrag. Eine untergeordnete Rolle spiele die Frage, ob sie für Feature Phones, Smartphones oder Tablets, für iOS, Android oder einen mobilen Webbrowser konzipiert seien.

Im Februar 2011 hatte Yahoo hatte Livestand angekündigt und im November veröffentlicht. Der Kiosk enthält Inhalte von Yahoo Sports, Yahoo News, Flickr, der Promi-Site OMG und aus Yahoos Contributor Network. Noch im Januar hatte das Unternehmen Livestand als Beispiel für sein Engagement im Mobilbereich angeführt. Damals teilte es mit, es habe zehn Apps für Android, iOS und Blackberry aus dem Programm genommen, darunter Yahoo Meme, Yahoo News und Yahoo Finance.

Vor zwei Wochen trennte sich Yahoo von CEO Scott Thompson. Der Manager, der den Chefsessel erst Anfang Januar übernommen hatte, stolperte über Vorwürfe, er habe seinen Lebenslauf geschönt. Seitdem ist Ross Levinsohn, Chef des Bereichs Global Media, Interims-CEO von Yahoo.

Yahoo stellt seinen digitalen Zeitungskiosk Livestand ein (Bild: Yahoo).
Yahoo stellt seinen digitalen Zeitungskiosk Livestand ein (Bild: Yahoo).

[mit Material von Donna Tam, News.com]

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