ARM will Anteil am Markt für Mobilprozessoren bis 2015 auf 50 Prozent steigern

Für 2011 erwartet man ein Wachstum um fünf Prozentpunkte auf 15 Prozent. Als Grund nennt ARM die Einführung einer Windows-Version für seine Chiparchitektur. Es rechnet schon im kommenden Jahr mit zusätzlichen Lizenzeinnahmen.

Der britische Chipentwickler ARM erwartet, dass sein Anteil am Markt für Mobilprozessoren, die in Tablets, Notebooks und Netbooks zum Einsatz kommen, bis 2015 auf 50 Prozent ansteigen wird. Das sagte ARM-Präsident Tudor Brown in einem Interview mit Bloomberg auf der Computex in Taipeh. Im Lauf dieses Jahres soll der Marktanteil des Unternehmens von derzeit 10 Prozent auf 15 Prozent klettern.

Die optimistische Prognose begründet Brown mit Microsofts Ankündigung, die nächste Version seines Betriebssystems Windows auch für SoC-Plattformen (System-on-a-Chip) anzubieten, die auf der ARM-Architektur basieren. Voraussichtlich werde sein Unternehmen schon im kommenden Jahr Lizenzgebühren für Chips in Laptops und Tablets mit Windows 8 erhalten.

Bloomberg zufolge wird Microsoft diese Woche auf der D9-Konferenz von AllThingsDigital eine Preview von Windows zeigen, die für Tablets optimiert wurde. Die Anpassung von Windows an Geräte, die mit Apples iPad konkurrieren könnten, werde ARM ebenfalls helfen, seinen Marktanteil auszubauen, so Brown weiter. Windows werde auch zu einem Betriebssystem für Fernseher und den Bereich Automotive.

„Wir werden Tablets und eventuell auch Laptops und Server sehen, die ARM-basierte Betriebssysteme verwenden, was neue, wichtige Möglichkeiten schafft“, sagt Jerome Ramel, Analyst bei Exane BNP Paribas. „Für Server und Laptops wird der Energieverbrauch äußerst bedeutend, und bei ARM dreht sich alles um den Energieverbrauch.“

Bloomberg zitiert auch aus einem Bericht von Toni Sacconaghi, Analyst bei der Investmentbank Sanford C. Bernstein. Demnach soll der Tablet-Markt bis 2015 ein Volumen von 215 Millionen Stück erreichen. Im vergangenen Jahr habe die Branche 17 Millionen Geräte abgesetzt. Das Wachstum des Markts für Consumer-PCs werde als Folge in diesem Zeitraum jährlich etwa zwei Prozent geringer ausfallen.

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