Weniger Blackberrys verkauft: Research In Motion senkt Erwartungen

Das erste Fiskalquartal läuft noch bis Ende Mai. Das Unternehmen erwartet nun Gewinne pro Anteil von 1,30 bis 1,37 Dollar. CEO Jim Balsillie: "Wir benötigen Spitzenprodukten in den USA."

Logo von RIM

Research in Motion (RIM) hat seine Gewinnerwartungen für das erste Fiskalquartal nach schwachem Absatz seiner Blackberry-Geräte gesenkt. In dem im Mai endenden Quartal erwartet das Unternehmen laut Marketwire jetzt Gewinne zwischen 1,30 und 1,37 Dollar (87 bis 92 Eurocent) pro Anteil inklusive aller Umtauschrechte (Diluted Share). Noch Ende März hatte RIM 1,47 bis 1,55 Dollar (0,99 bis 1,04 Euro) pro Anteil prognostiziert. Analysten hatten 1,48 Dollar (1 Euro) pro Anteil erwartet.

RIM gab außerdem bekannt, dass die Umsätze etwas geringer als ursprünglich erwartet ausfallen und zwischen 5,2 bis 5,6 Milliarden Dollar (3,5 bis 3,8 Milliarden Euro) liegen werden. RIM gab den geringer als angekündigt ausgefallenen Bestellungen von Blackberry-Telefonen die Schuld am Gewinn- und Umsatzrückgang. Man werde am Ende des Quartals am unteren Ende des vorhergesagten Absatzes von 13,5 bis 14,5 Millionen Geräten liegen. Die Verkaufserwartungen für das Blackberry Playbook blieben allerdings gegenüber März unverändert. Auch die Katastrophe in Japan werde nicht zu Lieferengpässen führen.

Die Marktforscher der NPD Group schreiben in ihrem aktuellen Report, dass der Anteil von Geräten mit dem Blackberry OS am Markt der Smartphone-Betriebssysteme um fünf Punkte auf 14 Prozent gesunken ist. Apple hingegen verbesserte den Anteil der Geräte mit iOS um neun Punkte. Das Unternehmen beherrscht jetzt 28 Prozent des Smartphone-Markts. Googles Android kommt im ersten Quartal 2011 auf 50 Prozent.

Im April hatte CEO Jim Balsillie Befürchtungen widersprochen, dass RIM gegenüber der Konkurrenz an Wettbewerbsfähigkeit einbüßt. Er betonte, dass man sich bei RIM auf die internationalen Märkte konzentriere. „Wir konnten unser Geschäft in 180 Ländern in kurzer Zeit vergrößern“, erklärte er auf der Launch-Veranstaltung für das Blackberry Playbook. „Wir haben uns auf die anderen 93 Prozent des weltweiten Marktes konzentriert. Sicher benötigen wir Spitzenprodukte in den USA, aber hier geht es um ein weltweites Geschäft.“

Balsillie zufolge sind weitere neue Geräte in der Entwicklung. Auf der kommenden Konferenz Blackberry World vom 3. bis 5. Mai werde es gleich mehrere Ankündigungen geben. Zu den neuen Geräten könnte der erste Blackberry Bold mit Touchscreen gehören. In der GSM-Version trägt er den Codenamen „Dakota“. Die CDMA-Version heißt „Montana“. Es gibt auch Gerüchte über ein Storm-3-Gerät mit dem Codenamen Monaco Touch.

Themenseiten: Android, Handy, Mobil, Mobile, RIM, Research In Motion, Research In Motion Limited (RIM), Smartphone, iPad, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Weniger Blackberrys verkauft: Research In Motion senkt Erwartungen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *