NetApp-Konkurrenz: EMC bringt Storage-Lösung für den Mittelstand

Die VNXe-Reihe kostet zwischen 10.000 und 40.000 Dollar - ein Marktsegment in dem NetApp stark ist. EMC greift damit auch den Partner Dell an. Zusätzlich gibt es eine neue Systemfamilie namens VNX, die für Großkunden gedacht ist.

Mit der neuen Storage-Reihe VNXe will EMC NetApp Konkurrenz machen (Bild: EMC).

EMC hat eine neue Familie von Storage-Systemen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie für Außenstellen vorgestellt. Die Reihe heißt VNXe, wobei das „e“ für „Entry“ (Einsteiger) steht. Preislich siedelt EMC die Systeme zwischen 10.000 und 40.000 Dollar (7.500 bis 30.000 Euro) an. Mit dem Angebot will das Unternehmen vor allem Konkurrent NetApp attackieren.

Laut EMC lassen sich die Rechner der VNXe-Reihe auf bis zu 120 Laufwerke mit 240 Terabyte Kapazität skalieren. Unterstützt werden Speichersysteme mit Datei- und Blockzugriffsverfahren. Die VNXe-Serie sei außerdem kompakt und leicht zu administrieren. So könne man die Kapazität im laufenden Betrieb verdoppeln und innerhalb weniger Minuten Speicher für Hunderte von Mailboxen oder für virtuelle Umgebungen anbieten.

EMCs Marketingchef Jeremy Burton erklärte, dass sein Unternehmen mit VNXe „einen Markt angreift, auf dem wir bislang nicht präsent waren“. Hauptkonkurrent sei NetApp: „NetApp ist im Marktsegment zwischen 10.000 und 30.000 Dollar stark. Wir können die Konkurrenz um 10 bis 20 Prozent unterbieten und trotzdem noch unseren Channel-Partnern gute Gewinnspannen versprechen – das Ganze mit einem Storage-Array, das auch von Nicht-Spezialisten administriert werden kann.“

Die VNXe-Reihe ist nebenbei ein Angriff auf Dell, einem langjährigen Partner, der Storage-Systeme der Reihe Equallogic verkauft. Burton: „Bei Dell hat man sich für eine stärkere Konkurrenz als für die Partnerschaft entschieden. Wir wissen zwar, dass die Kunden nicht gerne zwischen zwei Anbietern stehen. Trotzdem haben wir heute ganz klar mehr Wettbewerb mit Dell als früher. Wir verstehen uns aber gut genug, um unsere Kunden zufrieden zu stellen.“

Kleine und mittlere Kunden seien oft skeptisch gegenüber „abgespeckten“ Produkten, die von Anbietern für Großunternehmen kommen. Laut Burton wird sich EMC auch in diesem Geschäftsfeld zurechtfinden. „Viele Anbieter schrumpfen ein Unternehmensprodukt und kleben dann ein neues Etikett darauf“, erläutert der Marketingchef. „VNXe ist aber ein vollkommen neues Produkt.“ Man habe dafür drei Jahre Entwicklungszeit investiert, das Training der Channel-Partner verfeinert und sich mit Vertriebspartnern wie Ingram Micro und Tech Data zusammengetan.

EMC stellte außerdem eine neue Highend-Reihe für größere Unternehmen namens VNX vor. Sowohl VNXe als auch VNX laufen unter EMCs Software Unisphere. VNX vereint EMCs Clariion– und Celerra-Systeme auf einer Plattform. Sie basieren auf Intels Prozessor Xeon 5600.

Weitere Neuheiten sind der Data Domain Archiver für Langzeit-Backup und Archivierung, der bis zu 9,8 Terabyte an Daten pro Stunde sichern soll. Außerdem gibt es aktualisierte Versionen von EMCs Data Domain Global Deduplication Array und der Software für EMC Symmetrix VMAX-Systeme. Schließlich präsentierte das Unternehmen noch eine neue Version von F.A.S.T (Fully Automated Storage Tiering).

Themenseiten: Business, EMC, Mittelstand, Networking, Netzwerk, Rechenzentrum, Server, Servers, Storage

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