IBM richtet Militär-Cloud für die NATO ein

Das Projekt soll am NATO-Hauptquartier in Norfolk, Virginia, starten. Ziel ist es, Informationen aus verschiedenen Bereichen zu vernetzen und besser zugänglich zu machen. Eine Ausweitung auf andere NATO-Bereiche könnte folgen.

NATO

Die North Atlantic Treaty Organization (NATO) will ihre Entscheidungen durch Cloud-Computing beschleunigen. Das Militärbündnis will zusammen mit IBM seine Rechenzentren effizienter machen und den Datenaustausch zwischen den 28 Mitgliedsstaaten verbessern.

Dafür wird IBM am NATO-Hauptquartier in Norfolk, Virginia, (dem „HQ Supreme Allied Command Transformation“, kurz SACT) eine private Cloud einrichten, also ein System vor Ort, das durch die Sicherheitssysteme des Hauptquartiers geschützt ist. Über die Cloud sollen Führung, Überwachung, Nachrichtendienste und Aufklärung vernetzt werden. Laut einem Bericht von Bloomberg könnten so zum Beispiel Meldungen der Nachrichtendienste in Afghanistan verarbeitet werden.

Das System soll Informationen aus verschiedenen Quellen – zum Beispiel Radarsystemen, Kameras und Infrarotaufnahmen – zusammenfassen und den Kommandierenden möglichst schnell zur Verfügung stellen. Ein weiteres Projektziel ist es, die Zeit für die Einführung neuer Technologien zu verkürzen. Die NATO arbeitet daran, schneller und flexibler reagieren zu können.

Genaue Bedingungen des Vertrags zwischen NATO und IBM wurden nicht bekannt gegeben. Sollte das Projekt in Norfolk erfolgreich sein, könnte es auf andere Bereiche des Bündnisses ausgeweitet werden.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, IBM, Kommunikation, Politik, Rechenzentrum

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