Der Feind im Haus: Wenn Mitarbeiter Daten stehlen

Bei Angriffen auf Firmennetzwerke arbeiten Hacker immer öfter mit Mitarbeitern zusammen. ZDNet zeigt auf, mit welchen Tools und Methoden auch unerfahrene Nutzer Spionen einen Zugang zum Unternehmensnetz schaffen.

Die Sicherheit von Unternehmensnetzen ist heutzutage nicht mehr nur von außen gefährdet. Zunehmend versuchen Datendiebe auch Mitarbeiter von Firmen für ihre Zwecke zu rekrutieren. Das zeigt beispielsweise der Aurora-Angriff, hinter dem die chinesische Regierung vermutet wird. Google konnte illoyale Mitarbeiter identifizieren, die den Angreifern geholfen haben.

Während sich die meisten Unternehmen aber gegen Angriffe von außen schützen, sind sie gegen Attacken aus den eigenen Reihen oft nicht richtig gerüstet. In vielen Firmennetzen ist es Mitarbeitern auch ohne spezielle Kenntnisse möglich, mit professionell agierenden Industriespionen zusammenzuarbeiten, die es auf die Daten und das Know-How von Unternehmen abgesehen haben.

Eine der größten Gefahren liegt dabei in der Ausnutzung bekannter Sicherheitslücken. Das Beispiel Conficker zeigt, dass viele Unternehmen ihre Intranet-Server nicht regelmäßig updaten. Obwohl Microsoft bereits im Oktober 2009 vor der Sicherheitslücke MS08-67 warnte, verbreitete sich Conficker ab Dezember in zahlreichen Unternehmensnetzen. Im Februar 2010 mussten gar französische Kampfflugzeuge wegen Conficker am Boden bleiben.

Eine Infektion mit dem Conficker-Wurm bleibt nicht lange unentdeckt. Anders ist das bei gezielten Angriffen mit dem Zweck, Daten zu entwenden. Dieselbe Lücke, die der Conficker-Wurm nutzt, kann auch von anderen Programmen genutzt werden.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Hacker, Privacy, Security-Praxis

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Der Feind im Haus: Wenn Mitarbeiter Daten stehlen

Kommentar hinzufügen
  • Am 5. Mai 2010 um 19:34 von Tom

    Erst mal gründlich schlau machen!
    „Das Beispiel Conficker zeigt, dass viele Unternehmen ihre Intranet-Server nicht regelmäßig updaten.“

    Dieser Satz zeigt leider die Unwissenheit des Autors. Auch in einem System bei dem alle Windows-Updates eingespielt sind, kann sich der Conficker Wurm über Administrative Netzwerkfreigaben weiterverbreiten. Das -auch von Microsoft- vielbeschworene Windows-Update hilft nur gegen das Eindringen von außen (übers Internet).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *