Gartner: Kaum einer kauft noch normale Handys

Einem Minus von 6,1 Prozent der traditionellen Geräten steht ein Plus von 27 Prozent von Smartphones gegenüber. Besonders beliebt sind Touchscreen und QWERTZ-Tastatur. Die Zukunft des Gesamtmarkts ist dennoch ungewiss.

Im vergangenen Quartal hat sich die Nachfrage auf dem Handymarkt kaum erholt, heißt es in einer aktuellen Studie des Analystenhauses Gartner. Gleichzeitig boomen aber weiterhin Smartphones.

Wie aus der Gartner-Analyse hervorgeht, sank die Zahl der verkauften Handys innerhalb eines Jahres um 6,1 Prozent auf 286 Millionen. Der Markt für Smartphones entwickelt sich derweil in die entgegengesetzte Richtung.

Mit mehr als 40 Millionen Stück wurden rund 27 Prozent mehr von den Geräten verkauft als ein Jahr zuvor. Smartphones gehörten damit erneut zu dem am schnellsten wachsenden Sektor im gesamten Handy-Markt, hieß es. „Touchscreen- und QWERTZ-Geräte sind weiter der größte Anreiz für Anwender, ihre alten Geräte auszutauschen – davon profitieren vor allem Hersteller von Touch-fähigen Geräten in der mittleren Preisklasse“, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi.

Grundsätzlich habe die Wirtschaftskrise die Nachfrage auf dem gesamten Handy-Markt sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern weiter geschwächt, schreibt sie weiter. Gleichzeitig hätten die Händler Lagerbestände abgebaut, bevor sie bei den Herstellern neue Geräte bestellten. Für das zweite Halbjahr rechnet Gartner aber immer noch mit einer Besserung. Für das Gesamtjahr gingen die Marktforscher zuletzt von einem Absatzrückgang von vier Prozent aus.

Themenseiten: Business, Gartner, Handy, Marktforschung

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