Diese Tools finden alles: Fünf Suchprogramme im Vergleich

Wer einmal eine bestimmte Mail, einen alten Text oder einen halb vergessenen Song auf Festplatte gesucht hat, weiß, wie viel Zeit dies kosten kann. Schneller geht es mit den fünf überwiegend kostenlosen Suchprogrammen im Test.

Die Suche auf dem lokalen PC, oft als Desktop Search bezeichnet, gehört zu den von Google, Microsoft und Yahoo umworbenen, strategisch wichtigen Gebieten. Es geht einfach darum, bestimmte Dateien auf der Festplatte aufzuspüren. Die meisten Anwender speichern fast täglich neue Daten – MP3-Songs, digitale Fotos, Briefe und anderes. Manche laden alles im Windows-Ordner „Eigene Dateien“ ab, andere arbeiten mit einer Ordner-Struktur. Doch egal, wie gut man sich organisiert – oft genug vergeht viel Zeit, bis man findet, was man sucht.

Weil PC-Festplatten sich allzu oft als ein schwarzes Loch erweisen, das alles ansaugt, aber nichts wieder hergibt, bemühen sich jetzt zahlreiche Unternehmen um Tools für die Desktop-Suche. Die Programme sind der kleine Bruder von Internet-Suchmaschinen: Man gibt ein, zwei Schlüsselwörter ein, und das Programm spuckt in Sekundenschnelle mehr oder weniger relevante Ergebnisse aus. Wenn die Fotos aus dem Sommerurlaub die Wörter „sommer 2004“ irgendwo im Titel tragen, wird ein Suchprogramm in der Lage sein, sie aufzuspüren.

Wie bei der Web-Suche sind nicht alle Suchmaschinen gleich und bringen nicht unbedingt die gleichen Ergebnisse. Google hat eine Desktop-Suche verfügbar gemacht, von Yahoo gibt es eine öffentlich verfügbare Beta, und Microsoft hat schon eine offizielle Final-Version unter dem MSN-Label am Laufen. Dazu kommt der Außenseiter Copernic ohne großen Namen durch eine Web-Suche, sowie als Kontrast Dtsearch. Letzteres ist ein Profi-Programm zum Preis von 325 Euro, das nur für spezielle Arbeitsplätze im Unternehmen Sinn macht, aber für Heimanwender natürlich nicht in Frage kommt. Für den Vergleich ist es trotzdem interessant: Der Testbericht zu Dtsearch zeigt recht deutlich, was den Freeware-Tools im Vergleich fehlt.

Die vier Programme von Copernic, MSN, Yahoo und Google sind alle kostenlos, aber sonst weisen diese Kandidaten etliche Unterschiede auf. Die folgende Tabelle und die Einzeltests erklären, welches Programm für welchen Einsatz das beste ist. Die Einzeltests sind durch das Anklicken des Produktnamens zu erreichen.

Suchprogramme in der Übersicht
Software Copernic Desktop Search Google Desktop Search MSN Desktop Search Yahoo Desktop Search Dtsearch Desktop 7.01
Logo
Bewertung 8.0 7.7 7.0 keine Wertung, da Beta 6.3
Integration in Outlook nein nein ja ja nein
Integration in Internet Explorer nein ja ja ja nein
Eigene Oberfläche ja nein nein nein ja
Indizierung von E-Mail ja ja ja ja ja
Datei-Viewer manche Datei-Typen nein nein ja HTML, PDF
RSS nein nein nein nein ja (XML-Spider)
Indizierung von Dateianhängen ja ja nein ja ja
Preis kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos 325 Euro (Einzelplatz)

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7 Kommentare zu Diese Tools finden alles: Fünf Suchprogramme im Vergleich

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  • Am 7. Oktober 2005 um 1:09 von Stefan

    Melden diese Programme die Suchwoerter dem Hersteller?
    Ich habe die Vermutung, die Hersteller bekommen die Suchwoerter uebermittelt. Wer andere wissen lassen moechte wo nach er sucht ist sicher mit den Programmen gut bedient.

    Datenschutz wird da eher klein geschrieben.

    Gruesse Stefan

    • Am 7. Oktober 2005 um 4:41 von Fritz Pinguin

      AW: Melden diese Programme die Suchwoerter dem Hersteller?
      Hast du keine Firewall?

    • Am 7. Oktober 2005 um 9:22 von Robert Wellmann

      AW: Melden diese Programme die Suchwoerter dem Hersteller?
      Alle Jahre wieder die Vermutung, die Hersteller spionieren die User aus. Microsoft machts, Google machts, ja sogar VW soll seine Käufer ausspionieren und geheim ein Protkoll darüber führen, welche Sender der Fahrer gehört hat, bei welchem Drehzahlbereich er geschaltet hat, welche Temperatur er an der Klima gewählt hat und wieviel Konkurrenten er die Vorfahrt genommen hat.

      Im Ernst: Überleg doch mal, wie oft z.B. Google Search runtergeladen wurde. Sagen wir mal, in Deutschland 100.000 mal. So, jeder dieser Anwender verwendet das Teil 10 mal am Tag mit 5 Suchbegriffen, macht 100.000×50 = 5.000.000 Begriffe pro Tag in Deutschland. Meinst Du ernsthaft Google hätte nichts besseres zu tun als extra Server aufzustellen, die nichts anderes zu tun haben als zu protokollieren, dass der Suchbegriff "Oma" in Verbindung mit "Apfelkuchen" oder "Luftfilter" mit "Rechnung" verwendet wurde?

  • Am 24. Oktober 2005 um 3:07 von Markus

    LookOut
    Ich finde es schade haben Sie die Freeware Lookout nicht mit einbezogen.

    • Am 21. November 2009 um 20:47 von Marco

      Desktopsuche mit Lookeen
      Hallo,
      ich habe früher auch Lookout benutzt bin jetzt aber auf Windows 7 umgestiegen und benutze ein neues Tool Lookeen,bin total zufrieden.
      Da ist einfach alles dabei – auch die Desktopsuche.
      Mehr Info : http://www.lookeen.net

      Grüße Marco

  • Am 21. November 2009 um 20:49 von Marco

    Desktopsuche mit Lookeen
    Hallo,
    ich habe früher auch Lookout benutzt bin jetzt aber auf Windows 7 umgestiegen und benutze ein neues Tool Lookeen,bin total zufrieden.
    Da ist einfach alles dabei – auch die Desktopsuche.
    Mehr Info : http://www.lookeen.net

    Grüße Marco

  • Am 28. Oktober 2016 um 22:22 von Elend

    Dies ist die beste Zusammenstellung über Desktop-Suchprogramme, die ich bisher gefunden habe, insofern mehrere Sterne!
    Noch einen Stern mehr würde ich vergeben, wenn auch die durchsuchbaren Dateitypen angegeben wären (txt, rtf, doc, docx, pdf, …).

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