Apple verkauft im ersten Halbjahr in Indien weniger als eine Million iPhone

Counterpoint Research geht davon aus, dass Apple 2018 in Indien das Ergebnis des Vorjahres verpasst. Derzeit liegt Apples Marktanteil bei mageren zwei Prozent. Darüber hinaus verliert Apple angeblich drei wichtige Manager für den indischen Markt.

Apple hat im ersten Halbjahr 2018 angeblich in Indien weniger als eine Million Smartphones verkauft. Das entspricht laut Counterpoint Research einem Marktanteil von rund zwei Prozent. Das Land gilt mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern als einer der wichtigsten aufstrebenden Märkte weltweit.

iPhone-X-Familie (Bild: Apple)Im vergangenen Jahr fanden in Indien rund 3,2 Millionen iPhones einen Käufer. Obwohl das erste Halbjahr in der Regel schwächer ausfällt als die letzten sechs Monate des Jahres, gehen die Marktforscher laut Bloomberg davon aus, dass Apple 2018 weniger Einheiten absetzen wird als 2017. „Die iPhone-Verkäufe in Indien waren schwach im ersten Halbjahr und selbst wenn es im zweiten Halbjahr zu einem deutlichen Anstieg käme, wird Apple das Ergebnis des letzten Jahres verpassen“, wird Neil Shah, Research Director bei Counterpoint, in dem Bericht zitiert.

Laut Quellen von Bloomberg erlitten Apples Bemühungen, seine Position im indischen Markt zu verbessern, jüngst einen Rückschlag. In den vergangenen Wochen soll das Unternehmen drei wichtige Manager der indischen Niederlassung verloren haben. Neu besetzt werden müssen nun unter anderem die Posten des Verkaufsleiters und des Leiters der Sparte für Verkäufe über Netzbetreiber. Darüber hinaus soll Apple inzwischen das gesamte Verkaufsteam für Indien neu strukturieren.

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Der indische Smartphonemarkt zeichnet sich vor allem durch ein rasantes Wachstum aus. Allerdings erschweren hohe Zölle Firmen wie Apple einen Zugang zum Markt – sie machen die sowieso schon teuren iPhones noch teurer. Verbraucher orientieren sich dem Bericht zufolge zudem immer häufiger in Richtung von günstigen Alternativen von Anbietern wie Xiaomi und Samsung. Apple soll deswegen in Indien vor allem auf den Verkauf von älteren iPhone-Modellen setzen und nur diese zur Umgehung der Einfuhrzölle auch in Indien fertigen, wodurch aktuelle Modelle in Indien fast kaum zu haben sind.

Apple-CEO Tim Cook soll Indien indes als das nächste China bezeichnet haben. Im ersten Quartal 2018 erwirtschaftete Apple rund 20 Prozent seines Umsatzes in China. Cook soll zudem zuletzt Apples Aussichten in Indien als „sehr optimistisch“ eingeschätzt haben. Sollten die Zahlen von Counterpoint Research zutreffend sein, wäre dies wohl eine Fehleinschätzung.

Apple lege „keinen großen Fokus“ auf Indien beziehungsweise auf Investitionen in dem asiatischen Land, ergänzte Shah. Das könne dazu führen, dass Apple Nutzer in Richtung Android dränge, was den Aufbau einer loyalen Nutzerbasis erschwere, die wiederum größere Investitionen rechtfertige. Apple befinde sich somit in Indien in einem Teufelskreis.

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