Spezifikation 1.0 für OpenGL-Nachfolger Vulkan verabschiedet

Vulkan basiert auf AMDs Grafikschnittstelle Mantle. Wichtigster Vorteil gegenüber OpenGL ist ein Low-Level-Zugriff auf GPU- und CPU-Hardware. Die Spezifikationen liegen für Windows, Linux, Tizen, SteamOS und Android vor.

Die Khronos Group hat die Version 1.0 der Spezifikationen für die Low-Overhead-Grafikschnittstelle Vulkan veröffentlicht. Der Nachfolger von OpenGL basiert auf AMDs proprietärer API Mantle, wie Ars Technica berichtet. Entwicklern soll Vulkan vor allem einen Low-Level-Zugriff auf Grafik- und CPU-Hardware bieten, wie es derzeit in Spielkonsolen wie PlayStation 4 und Xbox One üblich ist.

Vulkan-Logo (Bild: Khronos Group)Das Industriekonsortium Khronos Group, dem Firmen wie AMD, Intel, Nvidia, Apple, Google, Imagination, Samsung und Qualcomm angehören, bietet das Vulkan-API gebührenfrei für Windows, Linux, SteamOS, Tizen und Android an. Die Spezifikationen sowie verschiedene Softwaretools stellt die Khronos Group zudem als Open Source zur Verfügung.

Einer Pressemitteilung zufolge erlaubt Vulkan die Entwicklung schlanker Treiber für eine optimale CPU- und Grafik-Performance. Nicht nur Spiele-Engines, sondern auch Middleware und Anwendungen sollen mithilfe der neuen 3D-Grafikschnittstelle in der Lage sein, Grafikprozessoren direkt zu kontrollieren. „Ein wichtiger Vorteil von Vulkan gegenüber OpenGL ist die Möglichkeit, GPU-Leistung durch die parallele Nutzung vieler CPU-Kerne zu generieren, was einen Flaschenhals vieler Anwendungen wie Spiele und Computer-Aided-Design sowie mobiler Apps eliminiert.“

Die Khronos Group weist darauf hin, dass Vulkan die bisher genutzten Grafikschnittstellen OpenGL und OpenGL ES nicht ersetzt, sondern ergänzt. Beide sollen parallel zu Vulkan weiterentwickelt werden. „Vulkan ersetzt die traditionellen APIs nicht, sondern liefert eine weitere Alternative für Entwickler“, kommentiert Neil Trevett, Präsident der Khronos Group und Vice President bei Nvidia.

HIGHLIGHT

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Mit Unified Communications & Collaborations können Unternehmen die Produktivität der Anwender steigern, die Effizienz der IT verbessern und gleichzeitig Kosten sparen. Damit die unbestrittenen Vorteile einer UCC-Lösung sich in der Praxis voll entfalten können, müssen Unternehmen bei der Implementierung die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur überprüfen.

AMD hat inzwischen auch eine Beta-Version eines Softwaretreibers für seine Radeon-Grafikkarten veröffentlicht, die die neue Vulkan-API unterstützt. „In Verbindung mit Radeon-Grafikhardware ermöglicht es der neue Treiber, allen PC-Spiele-Entwicklern neue und bildgewaltige Spielerlebnisse zu entwickeln“, teilt das Unternehmen mit.

Google hatte schon im August 2015 angekündigt, dass Android Vulkan unterstützen wird. Ähnlich wie die Khronos Group will auch Google letztlich Entwicklern die Wahl lassen, ob sie künftig Vulkan einsetzen oder bei OpenGL ES (Embedded Systems, also Mobil- und Kompaktgeräte) bleiben.

Qualcomm setzt bei seinem neuen High-End-SoC Snapdragon 820 mit der integrierten Grafikeinheit Adreno 530 ebenfalls auf Vulkan-Support. Der Chip unterstützt darüber hinaus OpenGL ES 3.1+ AEP (Android Extension Pack), Renderscript sowie OpenCL 2.0.

Themenseiten: Anwendungsentwicklung, Grafikchips, Khronos Group, Linux, Windows

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