Android unterstützt künftig 3D-Grafikschnittstelle Vulkan

Es handelt sich um den Nachfolger von OpenGL ES. Parallel behalten Android-Programmierer die Option, OpenGL ES 3.1 zu nutzen. Für sie bedeutet Vulkan mehr Kontrolle über Grafikfunktionen - aber zugleich auch mehr Aufwand.

Google hat eine Unterstützung von Vulkan in Android angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Low-Overhead-3D-Grafikschnittstelle der Khronos Group – den Nachfolger von OpenGL (für Desktops) und OpenGL ES (Embedded Systems, also Mobil- und Kompaktgeräte).

Logo Vulkan (Bild: Khronos Group)Wie ähnliche Projekte unternimmt Vulkan den Versuch, Entwicklern direkteren Zugriff auf Funktionen des Grafikprozessors (GPU) zu geben. Dabei bleiben etwa Speicherverwaltung und Anlegen von Threads ihnen überlassen, statt vom Treiber abgewickelt zu werden. Das bedeutet für sie mehr Arbeit, aber auch mehr Flexibilität.

Wie OpenGL ist Vulkan eine offene Schnittstelle, die jeder übernehmen kann. Sie muss – ganz wie Microsofts DirectX 12 oder auch Apples Metal – sowohl vom Betriebssystem als auch von der Hardware unterstützt werden. Der Plan ist, Vulkan rückwärtskompatibel zu OpenGL ES 3.1 zu machen – und somit zu Qualcomms Adreno-GPUs ab der 400er-Reihe, Imaginations PowerVR-Reihe 6 und neuer, Nvidias K1 sowie ARMs Mali-GPUs der Reihen 600, 700 und 800. Dies deckt fast alle Tablets und Smartphones des letzten Jahrs ab, wie Ars Technica schätzt.

Googles Plan ist aber, parallel auch weiter OpenGL ES zu unterstützen und Entwicklern zwischen beiden die Wahl zu lassen. Umgekehrt hat die Khronos Group gerade mit OpenGL Es 3.2 das OpenGL ES Android Extensions Pack von Android 5.0 übernommen. Davon verspricht sie sich mehr Möglichkeiten, um Desktop-Funktionen von OpenGL auch auf Mobilgeräten zu nutzen. OpenGL und OpenGL ES wachsen seit Jahren zusammen, was die parallele Entwicklung für Desktop und Mobile vereinfacht.

Der Nachfolger Vulkan soll einen Schritt weitergehen und gleich als einheitliche Schnittstelle Desktops wie Mobilgeräte abdecken. Ihn unterstützen etwa schon Windows, SteamOS, Tizen und zahlreiche Linux-Distributionen, darunter Red Hat und Ubuntu. Eine Final soll im Lauf des Jahres zur Verfügung stehen.

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