Blackberry beendet Support für Priv

Das erste Android-Smartphone von Blackberry erhält ab sofort keine Sicherheitspatches mehr. Blackberry erfüllt damit seine Zusage, Android-Geräte zwei Jahre nach der Markteinführung mit Updates zu versorgen. Ein Trade-in-Programm soll in Kürze beim Umstieg auf ein neues Blackberry-Gerät helfen.

Blackberry hat das Support-Ende für sein erstes Android-Smartphone Priv angekündigt. In einem Blogeintrag begründete das Unternehmen den Schritt mit dem Ablauf des ursprünglich genannten Support-Zeitraums von 24 Monaten. Noch bestehende Garantieansprüche will Blackberry jedoch weiterhin erfüllen.

Blackberry Priv (Bild: Blackberry)Veröffentlicht wurde das Blackberry Priv Anfang November 2015. Das letzte Sicherheitsupdate für das Gerät scheint nun der November-Patch zu sein. Das Support-Ende mit sofortiger Wirkung gab Blackberry am 14. Dezember bekannt – einen Tag vor der Veröffentlichung des Dezember-Patches am vergangenen Freitag.

Alex Thurber, Senior Vice President und General Manager der Mobility Solutions Division bei Blackberry, betonte, dass die integrierten Sicherheitsfunktionen die Blackberry-Android-Geräte sicherer machten und sie deswegen auch weniger Patches benötigten als die Smartphones anderer Hersteller. „Blackberry sperrt Funktionen von Android-OS, die Angreifern die Möglichkeit gegen könnten, Ihr Gerät zu kompromittieren, und unsere Software stellt eine sichere Umgebung zur Verfügung, die es einem Angreifer schwer macht, Anfälligkeiten zu finden oder Angriffe auszuführen.“

Unter Umständen könnte das Blackberry Priv jedoch auch künftig noch Sicherheitsupdates erhalten. Für den Fall einer kritischen Schwachstelle stellte der Manager einen „notwendigen Patch“ in Aussicht. Darüber hinaus solle ein Trade-in-Programm, das in Kürze vorgestellt werde, Nutzer beim Umstieg auf ein neueres Blackberry-Smartphone helfen.

In einem weiteren Blogeintrag äußerte sich das kanadische Unternehmen zudem zur Zukunft von Blackberry 10 und Blackberry OS. Blackberry 10 sowie die zugehörigen Dienste wird Blackberry nach eigenen Angaben nun „mindestens“ zwei weitere Jahre unterstützen. Geräte mit dem Vorgänger Blackberry OS sollen indes noch mindestens weitere zwei Jahre Zugriff auf das Blackberry-Netzwerk erhalten.

Von der Support-Verlängerung ausgenommen sind jedoch die Blackberry-Travel-Website und der Videotelefoniedienst Playbook, die im Februar beziehungsweise März 2018 ihre Pforten schließen. Darüber hinaus erinnerte Blackberry daran, dass es den Appstore Blackberry World am 31. Dezember 2019 abschalten wird.

Des Weiteren soll auch für die Besitzer der älteren Geräte – das Unternehmen spricht von mehreren Millionen Nutzern von Smartphones mit Blackberry OS und Blackberry 10 – ebenfalls ein Rückkaufprogramm initiiert werden. Es soll „einen erheblichen Nachlass“ und weitere Vorteile beim Kauf eines der aktuellen Blackberry-Smartphones KeyOne oder Motion bieten.

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[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Themenseiten: Android, Blackberry, Security, Sicherheit, Smartphone

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