Mozilla gründet Stiftung Secure Open Source

Sie ist Teil des Mozilla Open Source Support Program und wurde mit einem anfänglichen Finanzierungsvolumen von 500.000 Dollar ausgestattet. Das Geld soll verwendet werden, um weitverbreitete Open-Source-Bibliotheken und -Anwendungen sicher zu machen. Entwickler können finanzielle Unterstützung beantragen.

Mozilla hat die Stiftung Secure Open Source („SOS“) ins Leben gerufen, um Open-Source-Software sicherer zu machen. Die SOS-Stiftung ist Teil des Mozilla Open Source Support Program (MOSS) und wurde mit einem anfänglichen Finanzierungsvolumen von 500.000 Dollar ausgestattet.

Mozilla (Bild: Mozilla)„Millionen von Unternehmen und tausende von Bildungs- und Regierungseinrichtungen nutzen heute Open-Source-Software für kritische Anwendungen und Dienste. Von Google über Microsoft bis zu den Vereinten Nationen – Open-Source-Code ist eng mit der Software verwoben, die die Welt am Laufen hält“, schreibt Mozilla in der Ankündigung. Ausreichender Support für Open-Source-Software sei aber trotz aufsehenerregender Sicherheitsvorfälle wie Heartbleed oder Shellshock nach wie vor ein ungelöstet Problem. Das habe 2015 auch ein Gremium von 32 Sicherheitsexperten bestätigt.

Mit der SOS-Stiftung will Mozilla dieses Problem angehen und ruft potenzielle Geldgeber dazu auf, sich an der Sicherung des Open-Source-Ökosystems zu beteiligen. Entwickler können online finanzielle Unterstützung beantragen, sofern ihr Projekt den Anforderungen von Secure Open Source entspricht. Über eine Mailingliste informiert Mozilla über Fortschritte des Hilfsprogramms.

Ziel der Stiftung ist es, häufig eingesetzte Open-Source-Bibliotheken und -Anwendungen sicher zu machen. Dazu seien Investitionen in Ausbildung, bestmögliche Vorgehensweisen und andere Bereiche nötig.

HIGHLIGHT

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Zum einen will Mozilla professionelle Sicherheitsfirmen damit beauftragen und dafür bezahlen, den Code anderer Projekte auf mögliche Schwachstellen abzuklopfen. Zum anderen verspricht es Projekt-Verantwortlichen Unterstützung bei der Implementierung von Fixes und bei der Offenlegung von Sicherheitslücken. Darüber hinaus kommt es für die erneute Prüfung der Fehlerkorrekturen auf, um sicherzustellen, dass alle identifizierten Bugs auch tatsächlich beseitigt wurden.

Diese Vorgehensweise hat sich Mozilla zufolge in einem Testlauf mit drei Projekten (PCRE, libjpeg-turbo und phpMyAdmin) bereits ausgezahlt. Bei einer Überprüfung wurden demnach 43 Fehler entdeckt, einschließlich einer kritischen Schwachstelle und zwei Sicherheitsproblemen mit einem weitverbreiteten Bilddateiformat.

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Themenseiten: Mozilla, Open Source, Security

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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