Mark Zuckerberg stiftet Aktien im Wert von 45 Milliarden Dollar

Das sind 99 Prozent seiner Aktien am eigenen Unternehmen. "Wir haben eine moralische Verpflichtung, unsere Investitionen zu lenken", schreibt Zuckerberg. In einem "Brief an meine Tochter" nennt er "Chancengleichheit" und "saubere Energien" als Ziele.

Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg hat über die Geburt seines ersten Kindes informiert und zu diesem Anlass die Gründung einer Stiftung angekündigt, die „die Welt für die nächste Generation besser machen“ soll. Die Chan Zuckerberg Initiative (benannt auch nach Zuckerbergs Ehefrau Priscilla Chan) stattet er mit 99 Prozent seiner Facebook-Aktien im Wert von derzeit 45 Milliarden Dollar aus.

Mark Zuckerberg und Pricsilla Chan mit Tochter Max (Bild: Facebook)„Wir haben eine moralische Verpflichtung, unsere Investitionen zu lenken“, schreibt Zuckerberg auf seiner Facebook-Seite. Und in einem beigefügten Video erklärt Chan, das Projekt sei von der Geburt der gemeinsamen Tochter Max „inspiriert“ worden.

Zuckerberg hatte sich an gleicher Stelle im Juli erstmals im Detail über sein Familienleben geäußert, als er die Schwangerschaft seiner Frau verkündete. Es folgten Berichte über offenbar erfolgreiche Versuche, eine Fehlgeburt zu verhindern. Auch plant der CEO demnach, nun mindestens zwei Monate Auszeit zu nehmen.

Das Programm der Stiftung ist in Form eines „Briefs an unsere Tochter“ beigefügt. Zuckerberg geht es demnach darum, „Chancengleichheit zu fördern“ und „das menschliche Potenzial voranzubringen.“ Genannt werden Aspekte wie „gesundes Leben“ und „saubere Energien“ sowie natürlich weltweiter Internet-Zugang.

Der heute 31-Jährige ist einer der reichsten Menschen der Welt und steht an der Spitze einer der meistbesuchten Websites mit derzeit mehr als 1,5 Milliarden Besuchern täglich. Seine eigene Facebook-Seite verzeichnet 42 Millionen Follower.

Schon lange lebt Zuckerberg in seinem Profil Offenheit vor. So informierte er dort 2012 wenige Tage nach Facebooks Börsengang über seine Heirat mit Chan, die er beim Studium in Harvard kennengelernt hatte. Er schildert etwa immer wieder Reisen und Treffen etwa mit Regierungschefs, berichtet aber auch über Versuche, Fremdsprachen zu lernen, und empfiehlt Bücher. Sogar für seinen Hund Beast hat Zuckerberg ein Profil eingerichtet.

Auch als Spender ist der Facebook-CEO schon mehrfach aufgetreten. 2009 sagte er wie Warren Buffett und Bill Gates zu, mindestens die Hälfte seines Vermögens zu spenden. Und erst diese Woche war er einer der Gründer der Breakthrough Energy Coalition. Sie stellt Anfangsfinanzierung für Start-ups bereit, die sich mit Erzeugung und Speicherung oder auch effizienter Nutzung erneuerbarer Energien beschäftigen. Alle Mitglieder sind Milliardäre, darunter Marc Benioff, Jeff Bezos, Bill Gates, Jack Ma und Hasso Plattner.

Zuckerbergs jetzige Ankündigung enthält auch Zukunftspläne. Er will demnach Facebook-CEO bleiben. In den nächsten drei Jahren plant er, jährlich nicht mehr als den Wert von einer Milliarde Dollar an Facebook-Aktien zu verkaufen.

[mit Material von Ian Sherr, News.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
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1 Kommentar zu Mark Zuckerberg stiftet Aktien im Wert von 45 Milliarden Dollar

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  • Am 2. Dezember 2015 um 12:14 von Thorsten

    Achja der ach so gute Herr Zuckerberg.
    Zieht er aus um die Welt zu retten und spendet 99% seines Facebook-Kapitals einer Stiftung. Aber warum eigentlich nicht das Geld Stiftungen spenden, die es bereits gibt. Warum nicht an den WWF oder Ärzte ohne Grenzen spenden?
    Das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass Herr Zuckerberg Steuern einsparen möchte. Der Gedanke, dass er sich einen Steuertrick zu nutze macht kann ich mir partout nicht vorstellen. Ich mein Facebook wendet ja auch sonst keine Steuertricks an.

    Also ein großes Kompliment an einen der ganz Großen! Chapeau!

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