Spotify kauft Beats‘ Analytics-Dienstleister

Es integriert das 20-Mann-Team von Seed Scientific in sein New Yorker Büro. Dort soll es Basis einer Analytics-Abteilung werden, die Hörern, Musikern und Werbetreibenden dient. Für bestehende Kunden wie Audi, Beats und Unilever wird Seed nicht mehr tätig sein.

Spotify übernimmt den Analytics-Dienstleister Seed Scientific, der bisher das von Apple geschluckte Beats Music zu seinen Kunden zählte. Ziel ist es, eine Abteilung für „Advanced Analytics“ zu gründen, die Informationen über die Verbindung zwischen seinem Streaming-Dienst und Musikern, Hörern sowie Werbetreibenden sammeln soll, wie TechCrunch berichtet.

Spotify (Bild: Spotify)Neben Beats Music versorgte Seed Scientific auch Audi, Unilever sowie die Vereinten Nationen mit Analytics-Dienstleistungen. Spotify meldet nun aber, künftig exklusiv auf die Daten zugreifen zu können. Es bringt die rund 20 Mitarbeiter von Seed in seinen Büroräumen in New York unter.

Seed bietet Data Discovery und Sammeldienste an, wissenschaftliche Auswertung und Visualisierung. In der Praxis besteht sein Vorgehen typischerweise darin, für eine Firma wirklich wichtige Daten zu identifizieren, zu erfassen, auf ableitbare Strategien hin zu durchleuchten und dem Kunden dann diese Erkenntnisse zu vermitteln. Es war bisher für öffentliche und soziale Einrichtungen ebenso wie für die Privatwirtschaft tätig.

Datenauswertung (Bild: Seed Scientific)Datenauswertung (Bild: Seed Scientific)

Dass Seed die Basis einer neuen Spotify-Abteilung Advanced Analytics bildet, ist auf seiner eigenen Website nachzulesen. Die Führung wird Seed-Gründer und -CEO Adam Bly übernehmen. Der Dienst könnte Hörern für sie interessante Musiker empfehlen, Bands bei der Tourplanung durch Daten zur geografischen Verteilung ihrer Fans unterstützen und natürlich den Erfolg von Werbung zu ermitteln versuchen, wie TechCrunch schreibt.

Mit The Echo Nest hat Spotify 2014 schon einen Anbieter von Musik-Personalisierungsdaten übernommen. Er zählte ebenfalls Beats zu seinen Klienten und wirkte auch an Nokia Music mit.

Während Apple auf Exklusivinhalte für sein am 30. Juni startendes Apple Music setzt, scheint sich Spotify durch Daten- und Empfehlungsdienste von der Konkurrenz unterscheiden zu wollen. Damit könnte es für die Hörer ein Grundproblem lösen, die bisweilen angesichts des umfassenden Angebots von Streamingdiensten gar nicht recht wissen, was sie als nächstes abspielen sollen.

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Themenseiten: Apple, Musik, Spotify, Streaming, Übernahmen

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