Amazon ergänzt Desktop-Virtualisierung um Office 2013

Mit "Value" gibt es nun außerdem ein WorkSpaces-Einsteigerpaket. Eine neue Zertifizierung "AWS Certified DevOps Engineer - Professional" kann diese Woche erstmals abgelegt werden . Parallel sind auf der Veranstaltung "re:Invent" weitere Neuerungen und auch Preissenkungen zu erwarten.

Logo Amazon WorkSpaces

Amazon Web Services hat schon im Vorfeld der morgen beginnenden Hausmesse „re:Invent“ mit dem Start von Neuheiten begonnen. Unter anderem kündigte es an, dass die Windows-Desktop-Virtualisierung WorkSpaces nun auch mit Microsoft Office 2013 gebucht werden kann.

Neu ist zudem ein „Value“ genanntes, für eher seltene Nutzung konzipiertes Paket. Damit lassen sich Browser und Produktivitätsprogramme – darunter eben auch Microsoft Office – nutzen. Enthalten sind eine vCPU, 2 GByte Speicher und 10 GByte Storage. Der Preis beträgt 25 Dollar je Monat.

Office 2013 gibt es auch mit der „Plus“-Version zum Preis von 40 Dollar im Monat. Alternativ bietet Amazon Office 2010 und Office Professional an.

Das „Standard“-Bundle umfasst nun ohne Aufpreis zusätzliche Hardware-Ressourcen. Wer es früher gebucht hat, erhält das Upgrade automatisch, ohne es erst beantragen zu müssen. Die Aktualisierung erfolgt während des nächsten für die jeweilige Region angekündigten Wartungsfensters. Office lässt sich auch diesem Paket hinzubuchen: als „Plus“-Variante.

In einem Blogbeitrag zu den Neuerungen erinnert AWS-Mitarbeiter Jeff Barr daran, dass erst im August eine Multifaktor-Authentifizierung eingeführt wurde. Nutzer können sich bei den virtuellen Desktops seither mit dem Benutzernamen und Passwort anmelden, die für sie im Active Directory der Firma hinterlegt sind. Anschließend wird ein per Hard- oder Software-Token erzeugtes Einmal-Passwort abgefragt.

AWS

Ebenfalls neu bei Amazon ist eine Zertifizierung namens „AWS Certified DevOps Engineer – Professional“. Damit lassen sich die nötigen Kenntnisse für Provisionierung, Betrieb und Verwaltung verteilter Anwendungssysteme auf der AWS-Plattform nachweisen. Erstmals wird es auf der heute in Las Vegas startenden Konferenz „re:Invent“ möglich sein, diese Prüfung abzulegen.

Amazons Global Certification Program war im vergangenen Jahr angelaufen. Zunächst gab es den „AWS Certified Solutions Architect – Associate Level“ für Cloud-Programmierung, es folgten „AWS Certified Developer – Associate“ und „AWS Certified SysOps Administrator – Associate“.

Für „re:Invent“ sind Vorträge etwa zu Coca-Colas Migration auf AWS, zum Einsatz von Docker in AWS und zu Architekturen für hybride Rechenzentren angekündigt. Autodesk erklärt seinen Einsatz von Splunk in der Amazon-Cloud, und auch einen Vergleich zwischen AWS und Microsoft Azure kann man verfolgen.

Neben neuen Funktionen wird eine weitere Preissenkung erwartet. Konkurrent Google hatte vergangene Woche schon Reduktionen angekündigt, die aus dem Netzwerk ausgehenden Datenverkehr (47 Prozent), BigQuery-Storage (23 Prozent), Persistent Disk Snapshots (79 Prozent), Persistent Disk SSD (48 Prozent) und Cloud SQL (25 Prozent) betreffen . Es setzte damit das viel beachtete Versprechen seines Cloud-Spezialisten Urs Hölzle von vor einem halben Jahr um, der sagte, Cloud-Preise sollten dem Mooreschen Gesetz folgen.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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