Google senkt erneut Preise für Compute Engine

Google hat eine erneute Preissenkung für seine Compute Engine angekündigt. Damit leutet es die nächste Runde im Kampf gegen Amazon Web Services und Microsoft Azure ein. Die jüngste Reduzierung um rund 10 Prozent gilt ab sofort für alle Compute-Engine-Instanztypen in allen Regionen.

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Urs Hölzle, Senior Vice President of Technical Infrastructure bei Google, führte die erneute Anpassung zurück auf „eine erhöhte Effizienz in unseren Rechenzentren sowie gesunkene Hardware-Kosten, sodass wir die niedrigeren Preise an unsere Kunden weitergeben können“. Google hat seine Cloudstrategie in den letzten Monaten stetig ausgebaut. Die letzte große Preissenkung führte es Ende März durch, worauf Amazon umgehend reagierte.

Schon damals begründete Hölzle die Reduzierung mit gesunkenen Kosten für die Hardware. Diese müssten aber eigentlich noch viel schneller sinken, argumentierte er. „Die Preise sind nicht dem Mooreschen Gesetz gefolgt. In den letzten fünf Jahren verbesserten sich die Hardware-Kosten jährlich um 20 bis 30 Prozent, aber die Preise für die Public Cloud fielen nur um acht Prozent im Jahr.“

In Einklang mit dem Mooreschen Gesetz könne man die Preise nun erneut senken, schreibt Hölzle jetzt in einem Blogeintrag. Ab sofort kostet eine Standard-Instanz bei Google Compute Engine pro Stunde in den USA 0,063 statt 0,07 Dollar und in Europa 0,069 statt 0,077 Dollar. Instanzen mit großem Speicher gibt es künftig für 0,074 respektive 0,081 Dollar. Für Instanzen mit leistungsfähiger CPU fallen 0,040 beziehungsweise 0,043 Dollar an. Und Microinstanzen mit gemeinsam genutzen Kern schlagen mit 0,012 respektive 0,013 Dollar zu Buche.

Erfahrungsgemäß wird es nicht lange dauern, bis Konkurrenten wie Amazon und Microsoft nachziehen und ihre Preise ebenfalls anpassen. Letzteres hatte im April 2013 angekündigt, es werde bei den Grunddiensten wie Rechenleistung, Storage und Bandbreite künftig grundsätzlich mit Amazon Web Services mithalten.

Die jüngste Preissenkung beträgt rund 10 Prozent (Grafik: Google).

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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