Google testet neue Website-Navigation nach Vorbild von Chrome OS

Statt der schwarzen Leiste am oberen Seitenrand kommt ein Gitternetz-Symbol zum Einsatz. Nach einem Klick darauf öffnet sich ein Popup-Menü mit Links zu anderen Google-Diensten. Eine ähnliche Lösung hatte Google schon 2011 eingeführt und kurz darauf wieder zurückgezogen.

Google testet derzeit eine neue Version seiner Homepage, die auf die umstrittene schwarze Navigationsleiste am oberen Rand verzichtet. Stattdessen müssen Nutzer auf ein von Chrome OS bekanntes Gitternetz-Symbol klicken, woraufhin sich ein Popup-Menü mit Links zu anderen Google-Services wie Gmail, Maps, Youtube oder Google+ öffnet.

Das neue Design, das zuerst von dem Blog Google Operating System entdeckt wurde, scheint sich noch in einer frühen Testphase zu befinden. Screenshots zeigen in dem Pop-up-Menü einen redundanten Link zur Google-Suche, auch wenn es auf der Suchseite geöffnet wird.

In den Tests ersetzt Google die schwarze Navigationsleiste am oberen Seitenrand durch ein Auswahlmenü (Bild: Google Operation System).In den Tests ersetzt Google die schwarze Navigationsleiste am oberen Seitenrand durch ein Auswahlmenü (Bild: Google Operation System).

Google wollte sich nicht zu den Tests äußern. Ein Firmensprecher teilte News.com lediglich mit: „Wir experimentieren ständig mit dem Look and Feel unserer Startseite.“

Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, wird das Menü wohl die schwarze Navigationsleiste ersetzen, die Google seit 2011 nutzt. Diese war von Beginn an umstritten: Während einige Nutzer den durch sie etablierten einheitlichen Look der Google-Produkte begrüßen, sind andere der Ansicht, die Oberfläche müsse verbessert werden. Zu letzterer Gruppe zählt offenbar auch Google selbst, das die Navigationsleiste zwischenzeitlich schon einmal durch ein Auswahlmenü ersetzt hatte, sie sechs Wochen später aber aufgrund von Nutzerberichten wieder zurückbrachte.

Die damals geäußerte Kritik, dass das Auswahlmenü das Auffinden anderer Services erschwere, könnte auch beim neuen Design greifen. Schließlich versteckt Google zugunsten eines klareren Gesamtbilds seine einzelnen Dienste nun hinter einem Icon. Angesichts dessen, dass Google seine Anstrengungen um Chrome OS in diesem Jahr deutlich intensiviert, wäre es allerdings nicht überraschend, wenn sich einzelne Elemente des Betriebssystems in anderen Google-Diensten wiederfänden.

[mit Material von Casey Newton, News.com]

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