Anonymous greift Neonazis mit Enthüllungsportal an

Derzeit ist nazi-leaks.net offline. Die Datenbank wird aber via Twitter zum Aufbau von Mirror-Servern verteilt. Angeblich hat "Operation Blitzkrieg" heute auch Altermedia, den DS-Versand sowie die NPD-Zeitung Deutsche Stimme vom Netz

Anhänger der lose organisierten Hackergruppe Anonymous haben unter nazi-leaks.net ein Enthüllungsportal gestartet. Dort findet man Listen mit NPD-Spendern und Kunden rechter Onlinehändler. Die Site ist derzeit nur schwer abrufbar; die Datenbank wird aber zum Bau von Mirror-Servern über Twitter-Links auf Uploaddienste angeboten.

Laut Anonymous führt die Site die „Operation Blitzkrieg“ weiter, über die das Twitter-Konto @OpBlitzkrieg informiert. Die dort vertretenen Anonymous Anarchists haben bisher vor allem versucht, Websites mit propagandistischem Inhalt und Devotionalienshops anzugreifen.

Der Zeit zufolge wurden tagelang Daten für nazi-leaks.net zusammengetragen. Bei den Listen handelt es sich demnach um Namen von angeblichen NPD-Unterstützern, Diskussionen in rechtsextremen Foren sowie Kundenlisten der Modemarke Thor Steinar. Heute im Tagesverlauf sei es den Hackern außerdem gelungen, die Neonazi-Plattform Altermedia, den DS-Versand sowie die Seite der NPD-Zeitung Deutsche Stimme mit Angriffen vom Netz zu nehmen, heißt es.

Laut Whois-Abfrage hat nazi-leaks.net ein Anwender namens „James Last“ aus dem bayrischen Freilassing am 18. Dezember für sich registriert. Sie verweist auf wechselnde Server: Manche Medien sprechen daher von Großbritannien, andere von der Ukraine als Standort.

Die Hackergruppe Anonymous hat eigenen Angaben zufolge auf nazi-leaks.net Daten von NPD-Spendern und Kunden rechter Onlinehändler veröffentlicht (Screenshot: ZDNet.de).
Die Hackergruppe Anonymous hat eigenen Angaben zufolge auf nazi-leaks.net Daten von NPD-Spendern und Kunden rechter Onlinehändler veröffentlicht (Screenshot: ZDNet.de).

Themenseiten: Anonymous, Internet, Networking, Politik, Soziale Netze

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