Schottische Krankenschwester wegen Filesharing verurteilt

Sie hat Musikdateien - hauptsächlich Karaoke - im Wert von 54.000 Pfund übers Internet angeboten. Ihrem Anwalt zufolge ist sie depressiv und leidet an Persönlichkeitsstörungen. Die Open Rights Group spricht von "Verschwendung von Steuergeldern".

Filesharing

Die schottische Krankenschwester – und Großmutter – Anne Muir ist gestern verurteilt worden, weil sie Musikdateien im Wert von 54.000 britischen Pfund (62.000 Euro) über das Internet verbreitet hat. Es handelte sich hauptsächlich um Karaoke-Versionen. Sie hat das Vergehen eingestanden. Das Strafmaß steht noch nicht fest.

Vertreter der britischen Musikindustrie, die British Phonographic Industry und die International Federation of the Phonographic Industry, hatten das gegen sie verwendete Beweismaterial zusammengetragen. Es handelt sich um das erste Urteil in Schottland gegen einen Filesharer.

Muirs Anwalt hat der BBC gegenüber geäußert, seine Mandantin leide unter Depressionen und schweren Persönlichkeitsstörungen. Deshalb habe sie solche Musikdateien gehortet.

Die Open Rights Group verurteilt den Fall als „Verschwendung von Steuergeldern, willkürlich und unangemessen“. Ihr Vertreter Peter Bradwell führt aus: „Ihr steht eine Strafe von Tausenden Pfund bevor, und sie wird als Kriminelle abgestempelt. Was sie getan hat, ist nicht schlimmer, als wenn ein Jugendlicher Kassetten hortet.“

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Themenseiten: Gerichtsurteil, Internet, Tauschbörse

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