Google einigt sich im Markenstreit mit Groggle

Der australische Preisvergleich für Alkoholika ändert seinen Namen in Drinkle. Die Technik selbst ist längst fertig. Die sich sechs Monate hinziehenden Verhandlungen mit Google hatten den Marktstart verzögert.

Logo von Drinkle, vormals Groggle

Google und das australische Online-Start-up Groggle haben ihren Namensstreit beigelegt. Die Australier ändern ihren Namen und heißen künftig Drinkle. Andere Bedingungen des Abkommens wurden nicht publik.

Groggle-Gründer Cameron Collie berichtete ZDNet Australien, man habe sechs Monate lang verhandelt, mit dem Ergebnis, dass Groggle seine Domains und Warenzeichen an Google übergebe. „Unsere Site wird genau wie vorher sein, nur unter einem anderen Namen. Es ist die gleiche Schrift, und auf dem Logo steht halt jetzt ein D statt eines G.“ Besucher würden für einen kurzen Zeitraum auf die neue Domain umgeleitet, bevor Google damit dann nach eigenem Gutdünken verfahre.

Google hatte Groggle im April 2010 eine Abmahnung geschickt. Im Mai fanden erste Gespräche statt. Collie zufolge haben die Verhandlungen den Markteintritt von Groggle beziehungsweise Drinkle massiv gebremst, da er sich kaum mit Investoren, Händlern oder Distributoren zu sprechen traute. „Wir wollten keine Abmachungen treffen und dann sagen, ‚Ui, schauen Sie mal, wir haben unseren Namen geändert.‘ Wir dachten, das wäre nach einem Monat oder zwei vorbei. Es war, als hätten wir das Auto immer nur in der Garage stehen und würden es täglich polieren.“

Drinkle ermöglicht einen ortsabhängigen Preisvergleich für alkoholische Getränke. Vor Google hatte der Konkurrent Boozle eine Namensklage gegen Groggle eingereicht. Die ist mit der Übergabe des Namens an Google hinfällig. Ob Boozle auch gegen den neuen Namen vorgehen wird, möchte Collie erst einmal abwarten.

Gegenüber Google ist der Groggle-Gründer nicht nachtragend: „Ich gebe ihnen keine Schuld. Google ist eine tolle Firma. Aber vom realistischen Standpunkt aus war das Ganze etwas dämlich. Ich glaube nicht, dass es eine Verwechslungsgefahr gegeben hätte.“

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