Vodafone startet LTE-Netzausbau in Mecklenburg-Vorpommern

Die erste aktive Basisstation steht in Heiligendamm. Bis Dezember sollen über 1000 Orte ohne Breitbandzugang mit dem UMTS-Nachfolger versorgt werden. Erst dann sind voraussichtlich auch kommerzielle Endgeräte verfügbar.

Vodafone LTE

Nach Deutsche Telekom und O2 hat auch Vodafone seine erste LTE-Basisstation in Betrieb genommen. Erster LTE-Standort des Düsseldorfer Providers ist Heiligendamm. Bis Dezember will Vodafone gemeinsam mit Netzausrüster Huawei bundesweit mehr als 1000 Gemeinden mit schnellen Breitbandzugängen über den 800-MHz-Frequenzbereich der Digitalen Dividende versorgen.

„Der Zugang zum schnellen Internet ist im digitalen Zeitalter ein wesentlicher Standortfaktor, deshalb braucht ein Hightech-Land wie Deutschland eine Hightech-Infrastruktur – nicht nur in den großen Städten“, sagte Friedrich Joussen, CEO von Vodafone Deutschland. „Heute ist ein wichtiger Tag für Heiligendamm und Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben hier den ersten von vielen weißen Flecken auf der Internetlandkarte beseitigt. Weitere Standorte in Mecklenburg-Vorpommern und den bisher unterversorgten ländlichen Gebieten in ganz Deutschland werden in Kürze von uns mit LTE versorgt.“

Im Rahmen der Eröffnung des LTE-Standorts begrüße Vodafone auch seinen ersten Kunden für das schnelle Breitbandinternet. Frank Rosenberger, Geschäftsführer der Privatkundensparte von Vodafone Deutschland, überreichte Klaus Stahl aus Heiligendamm einen Teststick zur Nutzung der neuen Mobilfunktechnik vor Ort.

Vodafone geht davon aus, dass kommerzielle Hardware ab Dezember verfügbar sein wird. Dann sind auch die LTE-Zuhause-Tarife buchbar, die der Telekommunikationsanbieter Anfang September auf der IFA in Berlin vorgestellt hatte. Sie staffeln sich nach Geschwindigkeit und Datenvolumen. Die Preise liegen zwischen 40 und 70 Euro pro Monat.

Interessenten können sich unter www.turbo-internet.de oder der kostenlosen Hotline (08 00) 107 00 75 über die neue Mobilfunkgeneration und den Stand des Ausbaus informieren. Nach einer Registrierung erhalten sie automatisch Informationen zum Ausbaustart in ihrer Region.

Bis Ende März 2011 will Vodafone rund 1500 Standorte mit dem UMTS-Nachfolger ausrüsten. Aufgrund einer größeren Reichweite der Standorte könnten jeweils mehrere umliegende Gemeinden mit Breitbandinternet versorgt werden. Bis Ende 2011 sollen alle weißen Flecken von der Internetlandkarte verschwunden sein.

Im Mai hatten Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica O2 Frequenzblöcke für den LTE-Ausbau ersteigert. E-Plus ging bei der Auktion leer aus, will aber LTE-Kapazitäten bei Mitbewerbern mieten.

Die Telekom hat Mitte Juni in Brandenburg damit begonnen, erste LTE-Basisstationen einzurichten. Ende August wurde der erste LTE-Mobilfunkmast in Kyritz in Betrieb genommen. Bis zum Jahresende sollen 500 ostdeutsche Ortschaften ohne Breitbandanbindung erschlossen werden. O2 hatte seinen LTE-Ausbau Anfang September in München gestartet.

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Maravedis zufolge wird die Zahl der LTE-Nutzer bis 2015 weltweit auf über 200 Millionen wachsen. Dual-Mode-Handys, die sowohl UMTS als auch LTE unterstützen, sollen die Akzeptanz der neuen Technologie bei Verbrauchern steigern.

Themenseiten: Breitband, Internet, Kommunikation, LTE, Mobil, Mobile, Telekommunikation, Vodafone

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