Schmiergeldaffäre: Auch US-Börsenaufsicht ermittelt gegen HP

Die US Securities and Exchange Commission (SEC) hat eine eigene Untersuchung gestartet. Drei Personen wurden bereits festgenommen. HP will mit allen Behörden kooperieren.

Mit der US Securities and Exchange Commission (SEC) hat sich nun auch die US-Börsenaufsicht in die Untersuchung zur am Mittwoch bekannt gewordenen Schmiergeldaffäre bei Hewlett-Packard eingeschaltet. Sie führt laut einem Bericht des Wall Street Journal eigene Ermittlungen durch, um herauszufinden, ob das Unternehmen bei einem Auftrag für die russische Generalstaatsanwaltschaft Bestechungsgelder gezahlt hat.

Die New York Times meldet unterdessen, dass bereits im Dezember drei Personen, die zum Zeitpunkt der Tat für HP gearbeitet hätten, im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre verhaftet worden seien.

Den Dreien wird in Deutschland und in der Schweiz Unterschlagung vorgeworfen, erklärte ein Vertreter der Dresdner Staatsanwaltschaft der Zeitung. Zwei der Beschuldigten hätten das Unternehmen bereits verlassen. Der Status der dritten Person sei unbekannt.

„HP steht in Kontakt zur SEC und wird weiter eng mit den Behörden zusammenarbeiten, die den Fall untersuchen“, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber ZDNet. Einen Tag zuvor hatte HP erklärt, dass man mit den deutschen und russischen Behörden kooperiere und zusätzlich eigene Nachforschungen anstelle.

HP wird beschuldigt, 10,9 Millionen Dollar (rund 8 Millionen Euro) gezahlt zu haben, um einen Auftrag der russischen Regierung zu erhalten. Weitere Vorwürfe der deutschen Behörden lauten Geldwäsche, Steuerflucht und Veruntreuung. Das Unternehmen weiß nach eigenen Angaben seit Dezember 2009 von den Ermittlungen deutscher und russischer Behörden.

Themenseiten: Business, Gerichtsurteil, Hewlett-Packard, Politik

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