Google macht im Streit mit US-Verlegern Zugeständnisse

Nachrichtenseiten können künftig den Zugriff auf ihre kostenpflichtigen Inhalte über Google einschränken. Sie legen fest, wie viele ihrer Bezahlartikel Nutzer über Google News kostenlos abrufen dürfen. Standardmäßig sind ab sofort fünf das Limit.

Im Streit um den kostenlosen Zugriff auf Bezahlinhalte von Nachrichtenseiten hat Google US-Verlegern nun einen Kompromiss vorgeschlagen. Das Unternehmen bietet im Rahmen eines „First Click Free“ genannten Modells ab sofort die Möglichkeit, Zugriffsbeschränkungen zu setzen. Betreiber legen damit fest, wie viele ihrer Artikel Anwender über Google News maximal pro Tag abrufen können.

Anbieter kostenpflichtiger Nachrichtendienste, beispielsweise das Wall Street Journal, möchten nicht den gesamten Inhalt ihrer Artikel über Googles Nachrichtenportal zur Verfügung stellen. Gleichzeitig sollen aber ihre Texte über Google News gefunden werden. Als Kompromiss hat Google den Verlegern angeboten, an First Click Free teilzunehmen, das einmalig Zugriff auf einen vollständigen Artikel bietet. Für weitere Nachrichten müssen die Leser zahlen.

Durch eine Lücke im System konnten Anwender die kostenpflichtigen Inhalte bislang beliebig oft lesen. Ab sofort ist das laut John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google, nicht mehr möglich. Pro Tag haben die Nutzer nur noch Zugriff auf maximal fünf Bezahlartikel.

Rupert Murdoch, Chef des US-Medienriesen News Corp, hatte Google vergangenen Monat vorgeworfen, von seinen Unternehmen angebotene Inhalte zu stehlen, und angekündigt, seine Websites aus Googles Suchindex entfernen zu lassen.

Themenseiten: Google, Internet, Suchmaschine, Urheberrecht

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