Nokia entlässt weitere 330 Mitarbeiter

Betroffen sind Forschungsabteilungen in Finnland und Dänemark. Zudem will es seine Strategie auf dem Handymarkt ändern. Die Zahl neuer Geräte soll insgesamt sinken, der Anteil von High-End-Geräten steigen.

Der finnische Handyhersteller Nokia hat als Reaktion auf einen Quartalsverlust in Höhe von 559 Millionen Euro weitere Stellenstreichungen angekündigt. Insgesamt entlässt das Unternehmen 330 Mitarbeiter seiner Forschungsabteilungen, davon 230 am finnischen Standort Oulu und 100 in Kopenhagen. Im März hatte das Unternehmen weltweit 1700 Stellen gestrichen.

In Folge einer deutlich gesunkenen Nachfrage nach Mobiltelefonen im dritten Quartal will Nokia einem Firmensprecher zufolge seine Strategie auf dem Handymarkt ändern. Das Unternehmen werde künftig insgesamt weniger Geräte auf den Markt bringen und den Anteil teurer High-End-Modelle erhöhen.

Im dritten Quartal hat der Weltmarktführer bei Mobiltelefonen nach eigenen Angaben 108,5 Millionen Handys abgesetzt. Das entspricht einem Rückgang um 8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2008 und einem Anstieg um 5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Nokias Marktanteil beträgt weltweit 38 Prozent.

Drastische Einsparungen plant Nokia auch bei seinem Tochterunternehmen Nokia Siemens Networks. Für das gemeinsam mit Siemens betriebene Joint Venture hatten die Unternehmen Anfang November Kostenreduzierungen um 500 Millionen Euro bis 2011 angekündigt. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen zwischen 4500 und 5760 Mitarbeiter entlassen werden.

Themenseiten: Business, Handy, IT-Jobs, Krise, Nokia

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