Nvidia stellt GPGPU-Computing-Karten auf Fermi-Basis vor

Die Tesla-Platinen C2050 und C2070 kommen mit 3 beziehungsweise 6 GByte ECC-geschütztem GDDR5-Speicher. Sie bieten eine theoretische Rechenleistung von bis zu 630 Gigaflops bei doppelter Genauigkeit. Der Preis beträgt zwischen 2500 und 4000 Dollar.

Nvidia hat auf der High-Performance-Computing-Konferenz SC09 in Portland, Oregon, die nächste Generation seiner GPGPU-Computing-Platinen präsentiert. Die Modelle der Tesla-20-Serie basieren auf der GPU-Architektur „Fermi„, die auch dem kommenden DirectX-11-Grafikprozessor GT300 zugrunde liegt.

Die neuen Tesla-Platinen kommen mit DVI-Ausgang (Bild: Nvidia).
Die neuen Tesla-Platinen kommen mit DVI-Ausgang (Bild: Nvidia).

Die speziell für paralleles Computing entwickelten Chips bestehen aus 512 Rechenkernen und drei Milliarden Transistoren, etwa dreimal so vielen wie bei den leistungsstärksten GPUs, die Nvidia derzeit anbietet. Sie unterstützen Funktionen wie Raytracing, 3D-Cloud-Computing, Video-Encoding, Suchen in Datenbanken, Datenanalyse, computergestütztes Engineering und Virenscans.

Die Tesla-Karten C2050 und C2070 bieten je nach Taktfrequenz laut Hersteller eine theoretische Rechenleistung von 520 bis 630 Milliarden Gleitkomma-Operationen pro Sekunde (Gigaflops) bei doppelter Genauigkeit (Dual Precision, DP). Damit sind sie etwa achtmal schneller als die bislang leistungsfähigste Tesla-Platine C1060 mit GT200b-Chip, die lediglich auf 78 Gigaflops DP kommt.

Zum Vergleich: AMDs DirectX-11-Grafikkarte ATI Radeon HD 5870 schafft mit ihren 2,1 Milliarden Transistoren bei doppelter Genauigkeit 544 Gigaflops. Allerdings ist die Karte mit einem schmaleren Speicherinterface nicht für den HPC-Bereich konzipiert und unterstützt anders als die Nvidia-Karten auch keine ECC-Fehlerkorrektur.

Die C2050 greift auf 3 GByte ECC-geschützten GDDR5-Speicher zu. Der C2070 steht die doppelte Menge zur Verfügung. Die typische Leistungsaufnahme der PCI-Express-x16-Karten gibt Nvidia mit 190 Watt an. Maximal sollen die Computing-Platinen 225 Watt verbrauchen. Zudem verfügen sie im Gegensatz zu den bisherigen Tesla-Karten über einen DVI-Anschluss, so dass keine zweite Grafikkarte mehr benötigt wird.

Die Tesla C2050 wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2010 für 2500 Dollar auf den Markt kommen. Die C2070 soll im dritten Quartal folgen und 4000 Dollar kosten.

Darüber hinaus hat Nvidia auch vorkonfigurierte Cluster-Lösungen für Rechenzentren angekündigt, die jeweils Fermi-GPUs in einem Rackeinschub vereinen. Die Tesla S2050 mit viermal 3 GByte Speicher erscheint im zweiten Quartal für 13.000 Dollar, die Tesla S2070 mit insgesamt 24 GByte GDDR5-RAM im dritten Quartal für 19.000 Dollar.

Die Tesla-Modelle C2050 und C2070 arbeiten bis zu achtmal schneller als das bisherige Flaggschiff C1060 (Bild: Nvidia).
Die Tesla-Modelle C2050 und C2070 arbeiten bis zu achtmal schneller als das bisherige Flaggschiff C1060 (Bild: Nvidia).

Themenseiten: Grafikchips, Hardware, Nvidia, Supercomputing

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1 Kommentar zu Nvidia stellt GPGPU-Computing-Karten auf Fermi-Basis vor

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  • Am 16. November 2009 um 19:11 von Pfau Thomas

    Tesla
    Ich habe bei mir in meinem Rechner eine 9er Geforce Grafigkarte.
    Das mit der Cuda oder jetzt mit der Teslatechnik finde ich prima.
    Ich habe z.B. Cubase und Samplitude auf meinem Rechner.Wenn die Vst Plug Ins Programmierer hergehen würden ,ein paar haben es ja schon gemacht als freeware ,die Cudaschnittstelle nutzbar zu machen dann könnte man sich soetwas wie Uad oder andere Dsp Karten sich einsparen.

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