Oracle vernichtet belastende E-Mails von CEO Larry Ellison

Unterlagen sollten als Beweismittel in einem Verfahren gegen den Softwarehersteller dienen

Die kalifornische Bezirksrichterin Susan Illston hat Oracle vorgeworfen, wissentlich Beweismittel vorenthalten und vernichtet zu haben, die für ein von Oracle-Aktionären angestrengtes Verfahren von Bedeutung sein könnten. Dazu gehörten auch E-Mails des CEO Larry Ellison sowie Mitschnitte von Interviews mit Ellison aus den Jahren 2001 und 2002.

In dem Verfahren muss das Gericht klären, ob Oracle in seinem Finanzbericht zum zweiten Quartal 2001 falsche Angaben gemacht beziehungsweise nicht wahrheitsgemäß über seine Software-Suite 11i berichtet hat. Der Klageschrift zufolge war Ellison frühzeitig über damalige finanzielle Probleme informiert und hat Aktien im Wert von 900 Millionen Dollar verkauft, bevor Investoren informiert wurden.

Nach Ansicht der Richterin wussten Ellison und andere Oracle-Manager von der Bedeutung der vernichteten Unterlagen für die Klage. „Nach Ansicht des Gerichts ist es angebracht, zu folgern, dass die E-Mails und Interviews Ellisons Wissen um die Probleme mit der Suite 11i und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen belegt hätten“, schrieb die Richterin in ihrem Urteil. Illston will die Geschworenen anweisen, davon auszugehen, dass Ellison noch vor seinen Investoren von den Problemen wusste. Den Beginn der Hauptverhandlung setzte die Richterin auf den 30. März 2009 fest.

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