Nokia kauft Symbian und plant eine Open-Source-Plattform

Neu gegründete Stiftung soll Varianten des Handy-Betriebssystems vereinen

Nokia hat angekündigt, alle verbleibenden Anteile an Symbian erwerben und die Varianten des Handy-Betriebssystems (Symbian OS, S60, MOAP(S) und UIQ) in einer offenen Plattform zusammenführen zu wollen. Das Unternehmen bietet für 52 Prozent der Aktien insgesamt rund 264 Millionen Euro in Bar oder 3,647 Euro je Wertpapier.

Sony Ericsson, Ericsson, Panasonic und Siemens hätten dem Verkauf ihrer Anteile bereits zugestimmt, teilte Nokia mit. Das finnische Unternehmen geht davon aus, dass auch Samsung seine Offerte akzeptieren wird. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2008 abgeschlossen sein.

Nach dem Erwerb aller Symbian-Anteile will Nokia gemeinsam mit AT&T, LG, Motorola, NTT Docomo, Samsung, Sony Ericsson, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone die Symbian Foundation gründen, die eine einheitliche Software-Plattform für Mobilgeräte schaffen soll. Mitglieder dürften diese kostenlos nutzen, heißt es. Zudem plant die gemeinnützige Stiftung, rund zwei Jahre nach dem Start ausgewählte Komponenten unter der Eclipse Public License (EPL) als Open Source bereitzustellen.

Die Symbian Foundation erwartet, ihre Arbeit im ersten Halbjahr 2009 aufnehmen zu können. Für einen Jahresbeitrag von 1500 Dollar soll sie allen Organisationen offenstehen.

Themenseiten: Business, Nokia, Open Source, Symbian, Telekommunikation

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