Microsoft sorgt sich um Peoplesoft-Kunden

Sollen auf die Windows-Plattform wechseln, am besten gleich auch noch zur hauseigenen ERP-Applikation

Der Softwarekonzern Microsoft will offenbar von den durch die Übernahme hervorgerufenen Unsicherheiten bei Peoplesoft-Kunden profitieren. In einer E-Mail von Microsofts Vice President Bill Veghte, die CNET/ZDNet einsehen konnte, sind Optionen skizziert, die Peoplesoft Kunden nun zur Verfügung stehen.

Große Teile der E-Mail beziehen sich auf die Migration bestehender Peoplesoft-Installationen auf die Windows-Plattform, insbesondere von IBM AS/400. Anfang der Woche hat Microsoft in Zusammenarbeit mit Partnern eine Initiative gestartet, um IBM in diesem Bereich Kunden abspenstig zu machen.

Am Ende der E-Mail wird aber auch ein kompletter Wechsel des ERP-Anbieters aufgezeigt. „Die Migration auf eine andere ERP-Lösung, darunter Microsoft, SAP und die ERP-Lösungen anderer Partner auf der Microsoft-Plattform sind zusätzliche Möglichkeiten für Kunden, die mehr Klarheit in Bezug auf die technologische Richtung und die Positionierung der Plattform wollen“, so Veghte in seiner E-Mail.

Die Unternehmenssprecher von Oracle und Peoplesoft wollten den Sachverhalt nicht kommentieren. Die seit Juni 2003 laufende Übernahmeschlacht um Peoplesoft fand erst am vergangenen Sonntag ihr Ende, als der Verwaltungsrat des Unternehmens den Widerstand gegen den Deal aufgegeben hat.

Themenseiten: Business, Microsoft, Oracle, PeopleSoft, Software

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5 Kommentare zu Microsoft sorgt sich um Peoplesoft-Kunden

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  • Am 16. Dezember 2004 um 13:30 von pumuckl

    Microsoft = wohltätige Aasgeier?
    Wie groß muss die Verzweiflung sein, bevor ein Unternehmen Hilfe suchend zu Microsoft überläuft? Die Manager dort direkt vor den Suizid in Form eines Sturzes aus dem Fenster?

    Peoplesoft wird durch den Zusammenschluss mit Oracle sicher nicht geschwächt, so sehr die Aasgeier bei Microsoft auch darauf hoffen mögen. Fast alles wird so bleiben wie es ist.

    • Am 17. Dezember 2004 um 16:20 von Christoph

      AW: Microsoft = wohltätige Aasgeier?
      Es ist doch üblich bei solchen Zusammenschlüssen um die Kunden zu buhlen.

      Übrigens ist die Lage für Peoplesoftkunden alles andere als klar, da Oracle die gekaufte Software einfach einstampfen und zur Migration auf Oracle-Produkte bringen wollte.

      Hier sollte Oracle schnellstens handeln und den Kunden sagen, was aus Peoplesoft wird.

    • Am 17. Dezember 2004 um 16:35 von PaterNoster

      AW: AW: Microsoft = wohltätige Aasgeier?
      Oracle hat schon reagiert und sein weiteres Vorgehen publiziert, u.a. hier in ZDNet: es wird schnell von beiden Lösungen neue Versionen geben. D.h. beide Versionen werden weiterentwickelt mit dem Ziel sie möglichst bald zu einer zusammenzuführen. Somit keine Gefahr für Peoplesoft-Kunden.

  • Am 17. Dezember 2004 um 16:41 von paternoster

    Dies zu machen wäre schon sehr unverantwortlich und dumm
    In der heutigen Zeit, eigentlich schon immer, ein ERP auf Windoof laufen zu lassen zeugt nicht von Fachwissen und Durchblick in der IT, ist eigentlich schon immer unverantwortlich gewesen und wurde sicher von den oberen Bossen entschieden und nicht von IT-Fachleuten.
    Jetzt da Linux Mainstream ist (News v. heute) wäre es noch unverantwortlicher.

    • Am 21. Dezember 2004 um 10:29 von Nox

      AW: Dies zu machen wäre schon sehr unverantwortlich und dumm
      Das ist doch einfach nur dummes Zeug. Der ERP Markt befindet sich voll in der Konsolidierung, da ist eigentlich nach so einem Deal nur die Frage, welches Produkt zuerst stirbt. Und manchmal ist es dann besser, als Kunde wie als Mitarbeiter die Frage schneller zu beantworten als der neue Konzern. Und wenn dabei eine Frage ganz bestimmt nicht zur Debatte steht, dann ist das die dümmliche Frage Windows vs. Linux, die mancher anscheinend fünfmal am Tag mit vorgefertigter Antwort stellen muss, damits ihm noch gut geht.

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