Seagate übernimmt Mehrheitsbeteiligung an LaCie

CEO Philippe Spruch und sein Partner verkaufen 64,5 Prozent des Unternehmens. Sie erhalten dafür rund 186 Millionen Dollar. Seagte will damit sein Angebot für Verbraucher stärken. Außerdem soll das Geschäft in Europa angekurbelt werden.

Seagate wird die Mehrheit an LaCie übernehmen. Philippe Spruch, der bisherige CEO von LaCie, soll künftig bei Seagate den Geschäftsbereich Consumer Storage Products leiten. Für die Transaktion kauft Seagate alle Firmenanteile von Spruch und dessen Partner. Damit kommt der US-Hersteller in den Besitz von 64,5 Prozent des französischen Unternehmens.

Nachdem die Zustimmung der zuständigen Behörden aus den USA, Frankreich und Deutschland vorliegt, wird Seagate den restlichen Anteilseignern ebenfalls ein Angebot unterbreiten und gegebenenfalls über ein Squeeze-Out-Verfahren die verbliebenen Firmenanteile zu erwerben suchen.

Auch die bei Apple-Usern beliebten LaCie-Produkte werden künftig von Seagate vertrieben (Bild: LaCie).
Auch die bei Apple-Usern beliebten LaCie-Produkte werden künftig von Seagate vertrieben (Bild: LaCie).

Spruch und dessen Partner hat Seagte 4,05 Dollar pro Anteilsschein geboten. Das sind 29 Prozent mehr als der durchschnittliche Kurs des Papiers in den vergangenen 30 Tagen. Der Gesamtbetrag der Transaktion liegt – ohne die Berücksichtigung von vereinbarten Zusatzklauseln – bei rund 186 Millionen Dollar.

Seagate baut mit dem Kauf vor allem sein Angebot an Speicherangeboten für Verbraucher aus. Das Unternehmen kommt aber auch in den Besitz der in letzter Zeit von LaCie vorgestellten Produkte für Network Attached Storage und der LaCie-Software. Außerdem hofft Seagate, mit der Akquisition seine Marktposition in Europe und Japan zu verbessern. Darüber hinaus sind für Seagate sicher auch der gute Ruf bei und die Angebote von LaCie für Apple-Kunden interessant. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2012 abgeschlossen werden.

Erst im Dezember hatte Seagate das Festplattengeschäft von Samsung übernommen. Der Deal fiel allerdings einige Nummern größer aus: Seagate bezahlte damals insgesamt 1,375 Milliarden Dollar. Zusätzlich erhielten die Koreaner einen Sitz im Aufsichtsrat. Zudem intensivierten die Unternehmen ihre Kooperation: Samsung versorgt Seagate künftig mit NAND-Flashspeicher für Solid State Drives und Hybridfestplatten, im Gegenzug liefert Seagate Samsung Laufwerke für PCs, Notebooks und Unterhaltungselektronikgeräte. Enterprise-Storage-Lösungen wollen die Partner künftig verstärkt gemeinsam entwickeln.

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