Saudischer Kronprinz hackt angeblich Smartphone von Amazon-CEO Jeff Bezos

Wahrscheinlich kompromittiert eine schädliche Video-Datei das Smartphone des Amazon-Chefs. Die Datei erhält Bezos vom persönlichen WhatsApp-Konto des Kronprinzen. Die Botschaft des Landes weist den Vorwurf als absurd zurück.

Wie der britische Guardian berichtet, wurde 2018 das Smarthone von Amazon-CEO Jeff Bezos, der auch Eigentümer der Washington Post ist, gehackt. Zuvor soll er eine WhatsApp-Nachricht vom saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman erhalten haben. Eine forensische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass wahrscheinlich eine schädliche Video-Datei, die vom persönlichen Konto des Prinzen an Bezos geschickt wurde, das Smartphone kompromittiert hat.

(Bild: James Martin/CNET)Amazon-CEO Jeff Bezos (Bild: James Martin/CNET)Dem Bericht zufolge waren die beiden Männer per WhatsApp in persönlichem Kontakt. Am 1. Mai sei dann die von Bezos nicht angeforderte Videodatei verschickt worden. Sie ermöglichte es offenbar, innerhalb weniger Stunden große Datenmengen von dem Smartphone abzuziehen. Welche Daten entwendet wurden und was damit geschehen ist, sei nicht bekannt. Unklar ist auch, ob der Kronprinz tatsächlich persönlich involviert war oder Dritte sein Konto für den Angriff benutzt haben.

Der Vorfall wirft zudem Fragen zu einem anderen Datenleck auf. Neun Monate nach dem Angriff auf Bezos‘ Smartphone veröffentlichte das US-Boulevardblatt National Enquirer intime Details über das Privatleben des Amazon-Managers und reichsten Mann der Welt. Darunter waren auch SMS-Nachrichten. Die Herkunft dieser Daten wurde nie geklärt.

Sicherheitsexperten untersuchten nach der Veröffentlichung des National Enquirer im Januar 2019 das Smartphone von Jeff Bezos. Sie machten „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, unbekannte Täter aus Saudi Arabien für den Diebstahl verantwortlich. Saudi Arabien wies die Vorwürfe in des zurück. Zudem behauptete der Herausgeber des Boulevardblatts, die Informationen von einer nicht näher genannten Quelle erhalten zu haben.

Der Guardian verweist auch auf einen Blogeintrag von Bezos‘ Sicherheitschef Gavin de Becker, der im März erklärt habe, Details zu seiner Untersuchung seien den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden. De Becker beschrieb demnach zudem eine enge persönliche Beziehung zwischen dem Kronprinzen und David Pecker, CEO des Herausgebers des National Enquirer.

Per Twitter liegt inzwischen auch eine Stellungnahme der Saudischen Botschaft in den USA vor. „Jüngste Medienberichte, die vermuten lassen, dass das Königreich hinter einem Hacking des Telefons von Jeff Bezos steckt, sind absurd. Wir fordern eine Untersuchung dieser Behauptungen, damit wir alle Fakten herausfinden können.“

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