Android-Spyware plündert WhatsApp-Daten

Ihr Code ist öffentlich auf GitHub verfügbar. Die Spyware liest die gesamte WhatsApp-Datenbank aus kann sie an einen Server im Internet übertragen. Eine Analyse des Schadcodes deutet jedoch darauf hin, dass sich die Spyware noch in der Entwicklung befindet.

Der Bochumer Sicherheitsanbieter G Data hat eine neue Spyware für Googles Mobilbetriebssystem Android analysiert. Sie ist in der Lage, WhatsApp-Unterhaltungen auszuspionieren. Der Code der Schadsoftware ist sogar öffentlich verfügbar, und zwar in einem Repository namens „OwnMe“ auf GitHub.

App-Malware (Bild: Shutterstock)Die Malware besteht aus einer MainActivity.class, die wiederum den OwnMe.class-Dienst startet. Er blendet eine Pop-up-Nachricht mit dem Text „Service started“ ein. GData vermutet, dass die Spyware noch in der Entwicklung oder einfach nur schlecht programmiert ist. Trotzdem verfüge sie über einige außergewöhnliche Funktionen.

Eine Internetverbindung stellt der als Busham.A bezeichnete Schädling (PDF) per Websockets statt über HTTP oder HTTPS her. Da Websocket-Verbindungen keine Header benötigten, würden weniger Daten verbraucht – die Spyware soll sich also nicht gegenüber dem Opfer durch einen hohen Datenverbrauch enttarnen.

Darüber hinaus ist der Analyse zufolge Busham.A in der Lage, verschiedene Module zu laden, um beispielsweise die gesamte WhatsApp-Datenbank auszulesen und an einen Server im Internet zu übermitteln. Darüber hinaus kann die Malware aber auch Inhalte des Browserverlaufs oder die Lesezeichen abrufen und die Kontakte an einen Server der Angreifer übertragen.

Noch nicht fertig gestellt ist offenbar eine Screenshot-Funktion. Eine Funktion zum Auslesen der Anrufliste soll jedoch funktionieren – allerdings benötigt sie eine Berechtigung, die der schädlichen App vorab erteilt werden müsste. Ohne Berechtigung kommt der Analyse von G Data zufolge offenbar eine Funktion aus, die den Angreifern Zugriff auf die Kamera eines Smartphones gewährt.

Erstmals entdeckt wurde die Spyware bereits Anfang September vom Eset-Forscher Lukas Stefanko. Er stellte fest, dass sie es auch auf die Galerie, SMS-Nachrichten und den Akku-Status eines Smartphones abgesehen hat.

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