Google Lens nun auch für iPhones verfügbar

Wer die KI-unterstützte Bilderkennung nutzen möchte, muss die Systemsprache auf Englisch umstellen. Google Lens steht sowohl unter Google Fotos als auch Google Assistant zur Verfügung.

Google hat damit begonnen, die KI-unterstützte Bilderkennungstechnik auch auf dem iPhone verfügbar zu machen. Mit der Version 3.15 von Google Fotos soll Lens auch unter iOS genutzt werden können. Allerdings muss hierfür die Systemsprache auf Englisch umgestellt werden. Nachdem das Feature zunächst nur auf den Google-Smartphones der Pixel-Reihe zur Verfügung stand, gibt es die KI-unterstützte Bilderkennung seit wenigen Tagen auch für andere Android-Smartphones.

Google hatte Lens letztes Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt. Lens ist so etwas wie eine umgekehrte Bildersuche mit künstlicher Intelligenz. Mit Hilfe der Smartphone-Kamera analysiert Lens die sich im Fokus befindlichen Objekt und liefert dazu Daten. Die Software kann aber auch bereits aufgenommene Bilder analysieren.

Praktisch ist die Technik beispielsweise, wenn man eine Visitenkarte fotografiert und Lens die Daten davon extrahiert und diese zur weiteren Verarbeitung, etwa zur Speicherung in den Kontakten, anbietet. Lens erkennt aber auch Orte, Landschaften oder andere Objekte wie Essen oder Pflanzen. Kommt etwa eine Blume ins Blickfeld, nennt Google Assistant die botanische Bezeichnung und zeigt auf Wunsch den Weg zum nächsten Floristen. Wer die Kamera auf ein Konzertplakat richtet, bekommt vom digitalen Assistenten den Kauf von Eintrittskarten oder ein Youtube-Video mit einem Song vorgeschlagen.

Google Lens erkennt zahlreiche Objekte (Screenshot: ZDNet.de)

Im Kurztest ist die Erkennungsrate von Lens durchaus beeindruckend. Beim Bild einer Abessinierkatze identifiziert Lens nicht nur die Tierart korrekt, sondern auch die Rassenzugehörigkeit. Biersorten zu erkennen, stellt Lens ebenfalls vor keine Probleme. Hierfür extrahiert die Software den Text auf dem Emblem der Bierflasche. Auch Berge werden teilweise korrekt erkannt. Bei Speisen hat die Software allerdings noch Schwierigkeiten. Da wird aus einer Zwiebelsuppe schon mal eine Crème brûlée.

Mit Bixby Vision bietet Samsung eine ähnliche Technik für seine Galaxy-Smartphones. Dort steht die Funktion in der Galerie- und Kamera-App zur Verfügung. Auf den Samsung-Geräten lässt sich aber auch Google Lens nutzen.

Samsung Bixby Vision (Screenshot: ZDNet.de)

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