Als Apple das erste iPad mit der damals neuen iBooks-App vorgestellt hat, waren viele skeptisch. Schließlich koorperierte der Hersteller damals nur mit einer Handvoll von Verlagen, und das mit einem LCD anstelle eines E-Ink-Displays ausgestattete Tablet war so dick wie zwei Kindles von Amazon.

Ein Jahr später sieht die Lage etwas anders aus. Das iPad hat sich als Lesemedium etabliert und zahlreiche Verlage für sich begeistert. Laut Apple wurden bereits mehr als 100 Millionen iBooks heruntergeladen. Sogar konkurrierende Anbieter von E-Book-Readern, beispielsweise Amazon, haben inzwischen Buch-Apps in den iTunes Store gestellt. Und auch bei den Zeitschriften und Zeitungen ist so ziemlich alles vertreten, was Rang und Namen hat – angefangen vom Spiegel und der Süddeutschen Zeitung bis hin zur Auto Motor Sport. Was die Zahl der verfügbaren Inhalte angeht, lässt das iPad kaum Wünsche offen.

Beim Handling macht sich bemerkbar, dass es sich beim Apple-Tablet nicht um einen reinen E-Book-Reader, sondern um einen Alleskönner handelt. Das iPad 2 wiegt ohne 3G-Funkmodul 601 Gramm, der Amazon Kindle 3G bringt mit 241 Gramm weniger als die Hälfte auf die Waage. Und auch wenn das von LEDs hinterleuchtete IPS-Panel des iPad ausgezeichnet aussieht, an die E-Ink-Technologie reichen LCDs in puncto Lesekomfort einfach nicht heran. Eine weitere Einschränkung betrifft die Akkulaufzeit. Der Kindle 3G soll bei durchschnittlicher Nutzung einen Monat schaffen, Apples iPad 2 ist nach zehn Stunden leer.

All dieser Schwächen zum Trotz hat sich das iPad zum erfolgreichen E-Book-Reader gemausert – und das iPad 2 wird sich hier sicher nicht schlechter schlagen. Ganz im Gegenteil: Mit dem deutlich schlankeren Gehäuse (8,8 gegenüber 13,4 Millimeter) präsentiert sich das Tablet in einer besseren Form denn je.

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