Suchmaschinen: Wie Microsoft gegen Google punkten will

Die Redmonder haben seit den Bemühungen von Google, durch Cloud Computing Microsofts Office- und Mail-Produkte abzulösen, außerdem auch die Motivation, dem neuen Lieblingsgegner eins auszuwischen. Und wo wäre das effektiver, als bei der Websuche, dessen angestammtem Hauptgeschäft. Zwar fiel kurz nach Start ein erster Vergleich durchwachsen aus, inzwischen hat sich aber viel getan.

Nachdem kürzlich sowohl die Behörden in den USA als auch in der EU dem Suchabkommen von Microsoft und Yahoo zugestimmt haben dürfte diese Baustelle erledigt sein. Die Auswirkungen für Bing müssen sich jedoch erst noch zeigen.

Das Abkommen sieht vor, dass Bing künftig Yahoo Search antreibt und im Gegenzug Yahoo den weltweiten und exklusiven Verkauf von Werbung an Anzeigenkunden beider Unternehmen übernimmt. Die Integration von Microsofts Suchalgorithmen soll aber erst bis zum Jahresende abgeschlossen werden, so dass sich Effekte erst im Lauf der nächsten Monate einstellen werden.

Mittel- bis langfristige Zuwächse könnten auch andere Kooperationen bringen, die Microsoft in jüngster Zeit für Bing festgezurrt hat. Dazu gehört zum Beispiel eine Vereinbarung mit HP, wonach der PC-Hersteller in den kommenden drei Jahren bei allen ausgelieferten Desktops MSN als Startseite und Bing als Standardsuche voreinstellen wird. Aber auch das Abkommen mit Facebook, wonach Nutzer des Social Network künftig über die Facebook-Website auf alle Funktionen der Microsoft-Suchmaschine Bing zugreifen können, dürfte die Nutzungszahlen mittelfristig deutlich erhöhen.

Aktuell kommt Bing in den USA, dem Markt, in dem die Modernisierung der Microsoft-Suche am weitesten fortgeschritten ist, nach Zahlen von Comscore auf einen Marktanteil von 11, 5 Prozent. Die gerade überarbeitete Oberfläche von Bing soll helfen, diesen auszubauen.

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