Java-Prozess: Google und Oracle halten Plädoyers

Uhr von Bernd Kling

Die Anwälte tragen gegensätzliche Auffassungen zur Frage vor, ob die Nutzung der Java-APIs in Android als "Fair Use" einzustufen ist. Von der Entscheidung der Geschworenen hängt ab, ob in einer weiteren Prozessphase über Oracles Schadenersatzforderung in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar zu verhandeln ist. » weiter

Larry Page im Oracle-Prozess: Java-APIs waren frei und offen

Uhr von Florian Kalenda

Anders als Googles Anwälte lehnte Page eine Formulierung ab, Android enthalte kopierten Code. Deklarationen für APIs sind für ihn kein Code. "Es war eine etablierte Praxis in der Brache, dass die APIs und einfach nur die Header dieser Dinge genommen und neu implementiert werden konnten." » weiter

Oracle-Zeuge: Android hat Java alle Chancen genommen

Uhr von Florian Kalenda

Der Wirtschaftswissenschaftler Adam Jaffe sieht Android als direkten Konkurrenten des im letzten jahrzehnt ebenfalls auf Smartphones eingesetzten Java ME. Google rivalisierte kostenlos mit Suns eigener Plattform. Oracle hätte mit der Sun-Übernahme zumindest ein blühendes Lizenzgeschäft vorfinden müssen. » weiter

Oracle will Sun nicht zwecks Klage gegen Google gekauft haben

Uhr von Florian Kalenda

Genau das hatte Googles Anwalt in der Vorwoche angedeutet. Laut Safra Catz trifft es nicht zu. Vielmehr machte Oracle sich Sorgen um Java aufgrund der Schwierigkeiten von dessen Besitzer Sun: "Es gab da einen neuen CEO mit einer neuen Strategie, die sehr wenig erfolgreich war." » weiter

Ex-Sun-CEO Schwartz: Java-APIs waren bewusst für alle offen

Uhr von Florian Kalenda

Im Prozess Oracle gegen Google erklärte er als Zeuge: "Die Strategie war es, sich über diese offenen APIs zu verständigen und bei den Implementierungen in Wettbewerb zu treten." Das galt auch für unangenehme Konkurrenten wie das GNU-Projekt Classpath. Schwartz fühlte sich davon genervt - aber eine Lizenz benötigte es ebenso wenig wie Google. » weiter

Oracle schätzt Android-Umsätze auf 42 Milliarden Dollar

Uhr von Florian Kalenda

Damit begründet es seinen Anspruch auf 9,3 Milliarden Dollar Schadenersatz. In seiner Eingangserklärung sprach Oracles Chefanwalt von einer "Fair-Use-Ausrede" Googles. Als erster Zeuge sagte der frühere Google-CEO Eric Schmidt aus. Ihm zufolge hielt Google eine Nutzung von 37 Java-APIs ohne Lizenz für zulässig. » weiter

Oracle stopft kritische Löcher in Java SE und MySQL

Uhr von Stefan Beiersmann

Der April-Patchday bringt Fixes für neun Java-Lücken. Eine davon erlaubt das Einschleusen von Schadcode aus der Ferne ohne Interaktion mit einem Nutzer. In seinen anderen Produkten schließt Oracle weitere 127 Sicherheitslücken. » weiter

Java-Streit: Google hält Oracles 9,3-Milliarden-Dollar-Forderung für überzogen

Uhr von Bernd Kling

Google weist die Behauptung zurück, nur dank der Java-APIs habe es App-Entwickler frühzeitig von der Android-Plattform überzeugen und in der Folge hohe Gewinne erzielen können. Das hatte ein von Oracle beauftragter Experte ausgeführt und damit eine zehnmal höhere Entschädigung begründet. Im Mai steht eine Neuverhandlung an. » weiter

Oracle veröffentlicht Notfall-Patch für Java SE

Uhr von Stefan Beiersmann

Anfällig sind Java SE 7 und 8 für Windows, Mac OS X, Linux und Solaris. Oracle stuft die bereits öffentlich bekannte Sicherheitslücke als kritisch ein. Ein Angreifer könnte die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen. » weiter

Sicherheitsforscher warnt vor Zero-Day-Lücke in Java SE

Uhr von Stefan Beiersmann

Betroffen sind die Versionen 7 Update 87 und 8 Update 74. Der Fehler soll auch in aktuellen Builds von Java 9 stecken. Konkret handelt es sich um ein Loch, das Oracle schon 2013 gestopft hat. Der Patch ist allerdings unvollständig und erlaubt weiterhin einen Sandbox-Bypass. » weiter

Oracle schließt kritische Java-Lücke

Uhr von Stefan Beiersmann

Sie steckt in Java SE 6, 7, und 8 für Windows. Der Fehler lässt sich nur während der Installation von Java ausnutzen. Ein Hacker könnte allerdings die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen. » weiter

Oracle gibt Java-Browser-Plug-in auf

Uhr von Björn Greif

Das für März 2017 erwartete Java SE Development Kit soll erstmals ohne die als unsicher eingestufte Erweiterung kommen. In JDK 9 wird sie bereits als "veraltet" markiert. Als Ersatz empfiehlt Oracle die Plug-in-freie Java-Web-Start-Technologie. » weiter

Google stellt nächste Android-Version auf offene Java-APIs um

Uhr von Florian Kalenda

Statt der bisherigen Android-Implementierung soll ab Android N durchgängig OpenJDK zum Einsatz kommen. Das erleichtert angeblich Entwicklern die Arbeit und gibt Google mehr Einflussmöglichkeiten auf neue Java-Funktionen. Zugleich sichert sich Google gegen Oracles Kopiervorwürfe ab. » weiter

Einigung mit FTC: Oracle muss Nutzer vor Java SE warnen

Uhr von Florian Kalenda

Es räumt jahrelange Täuschung der Anwender ein und stellt ihnen Deinstallationswerkzeuge bereit. Die Einigung tritt nach einer Kommentarphase in Kraft. Oracle hatte im August 2014 eine Kurskorrektur vorgenommen. Die FTC-Auflagen sollen offenbar auch andere Firmen abschrecken. » weiter

Lücke in Apache-Commons-Bibliothek gefährdet Java-Anwendungen

Uhr von Björn Greif

Sie lässt sich zum Einschleusen und Ausführen von Schadcode ausnutzen. Der Fehler besteht in einer unsicheren Methode, mit der Java Objekte deserialisiert. Betroffen sind Anwendungen wie JBoss, Jenkins, OpenNMS, WebSphere oder WebLogic. Erste Projekte haben bereits Patches angekündigt. » weiter