Symantec: 8,9 Prozent der europäischen Botnet-Computer befinden sich in Deutschland

Den ersten Platz in der Statistik belegt Russland mit einem Anteil von 13,59 Prozent. Die höchste Bot-Dichte hat jedoch der Vatikanstaat mit einem Bot pro fünf Internetnutzer. Die deutschen Bot-Zentren sind Berlin, Frankfurt und München – das europäische Bot-Zentrum ist Madrid.

Symantec hat die Verbreitung von Botnets analysiert. Basierend auf Zahlen aus dem Jahr 2016 belegt Deutschland im europäischen Vergleich Rang 3 mit einem Anteil von 8,87 Prozent. Nur in Italien (10,17 Prozent) und Russland (13,59 Prozent) befanden sich mehr Bots. Weltweit erhöhte sich die Zahl der infizierten und aus der Ferne gesteuerten Computer im vergangenen Jahr um 6,7 Millionen.

Der Studie zufolge kommt hierzulande ein Bot auf je 44 Internetnutzer. Aufgrund der hohen Bevölkerungszahl entspricht dies in Bezug auf die Bot-Dichte Rang 32 in Europa. Den unrühmlichen ersten Platz in dieser Kategorie sicherte sich der Vatikanstaat mit einem Bot pro fünf Internetnutzer – europaweit und auch weltweit.

Botnet-Landkarte (Bild: Symantec)Die heimliche Bot-Hauptstadt Europas ist offenbar die spanische Hauptstadt Madrid. Hier registrierte Symantec 4,64 Prozent aller europäischen Bots. Auf den weiteren Plätzen folgen die türkische Metropole Istanbul (4,62 Prozent), die russische Hauptstadt Moskau (4,59 Prozent) und Utrecht in den Niederlanden (3,86 Prozent).

Eine deutsche Großstadt findet sich indes nicht in den Top Ten. Symantec ermittelte aber die wichtigsten Bot-Zentren in Deutschland: Die Top Drei sind Berlin, Frankfurt und München. In der Bundeshauptstadt waren 2016 9,6 Prozent aller deutschen Bots aktiv, in der Main-Metropole 7,6 Prozent und in der bayerischen Landeshauptstadt 6,9 Prozent.

Für den Anstieg der Bot-Infektionen macht Symantec IoT-Geräte mitverantwortlich. „Weltweit wurden im letzten Jahr mehr als 689 Millionen Menschen Opfer von Onlinekriminalität. Dabei sind Bots und Botnets das beliebteste Werkzeug der Cyberangreifer“, sagte Candid Wüest, Norton Security Experte. „Jedes mit dem Internet verbundene Gerät ist anfällig für eine Bot-Infektion. Nicht nur Computer sind von den Roboterarmeen der Kriminellen betroffen. 2016 haben wir beobachtet, dass Cyberkriminelle zum Ausbau ihrer Botnets zunehmend auch auf Smartphones und Internet-of-Things-Geräte zurückgreifen.“

Als Beispiel nennt Symantec das Mirai-Botnet, das sich im vergangenen Jahr „rasend schnell“ ausbreitete und zeitweise eine halbe Millionen IP-Kameras und Home-Router umfasste. Fast ein Drittel der Cyberangriffe in Europa sei im vergangenen Jahr von IoT-Geräten ausgegangen, und zwar unbemerkt von den Besitzern dieser Geräte.

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1 Kommentar zu Symantec: 8,9 Prozent der europäischen Botnet-Computer befinden sich in Deutschland

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  • Am 28. September 2017 um 20:13 von T. Lamm

    „Vatikanstaat mit einem Bot pro fünf Internetnutzer“
    Gottvertrauen scheint bei der IT-Sicherheit nicht die allerbeste Haltung zu sein.

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