AMD erläutert neue Grafikarchitektur Vega

Auf Vega basierende Produkte sollen innerhalb der ersten Jahreshälfte 2017 in den Verkauf kommen. Ein neues Speicher-Subsystem kann große Datenmengen auf unterschiedliche Speichertypen verteilen. Vega soll neue Möglichkeiten für Virtual Reality und maschinelles Lernen eröffnen.

AMD hat vorläufige Einzelheiten zur Grafikarchitektur Vega genannt. Auf ihr basieren neue Produkte, die innerhalb der ersten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen sollen. Vega 10 zeigte der Hersteller als Grafikchip, der auf der neuen Architektur aufbaut.

(Bild: AMD)

Vega ist laut AMD das Ergebnis einer fünfjährigen Planungs- und Entwicklungszeit und soll neue Möglichkeiten nicht nur im PC-Gaming, sondern auch im professionellen Design, für Virtual Reality und maschinelles Lernen eröffnen. Von besonderer Bedeutung ist dabei ein neues Speicher-Subsystem, das große Datenmengen über unterschiedliche Speichertypen verteilen kann. Die Architektur will damit immer datenintensiverem Arbeitsaufkommen entsprechen.

„Es ist unglaublich, den Einsatz von GPUs zur Lösung von Datenproblemen in der Gigabyte-Dimension beim Gaming und in der Exabyte-Dimension bei maschineller Intelligenz zu sehen“, sagte dazu Raja Koduri, Chefarchitekt von AMDs Radeon Technologies Group. „Wir haben die Vega-Architektur für diese Fähigkeiten konzipiert, verbunden mit der Flexibilität, eine ungewöhnliche Vielfalt von Problemen anzugehen, die GPUs nicht nur heute, sondern in fünf Jahren zu lösen haben. Unser High-Bandwidth-Cache ist eine grundlegende Disruption, die sich potentiell auf den gesamten GPU-Markt auswirkt.“

Als entscheidende Neuerung führt AMD die durch die Vega-Architektur ermöglichte neue Speicherhierarchie für GPUs an, die durch einen neuen High-Bandwidth-Cache und seinen Controller ermöglicht wird. Zum Einsatz kommt dabei die Speichertechnik HBM2 (High Bandwidth Memory). Weitere wichtige Bausteine von Vega sind eine programmierbare „Geometrie-Pipeline der nächsten Generation“, eine neue Compute-Engine sowie eine neue Pixel-Engine.

(Bild: AMD)

Gegenüber seiner vor einem Jahr vorgestellten Polaris-Architektur verspricht der Chiphersteller über 200 neue Features, die aber nicht näher ausgeführt wurden. Die Präsentation beschränkte sich auf entscheidende Grundlagen und sollte offenbar vor allem neugierig machen auf die kommenden Produkte. Das lässt dem Chiphersteller Spielraum für die häppchenweise Preisgabe weiterer Informationen bis zur offiziellen Vorstellung und dem Verkaufsstart, der sicher nicht vor dem zweiten Quartal erfolgt.

Noch in diesem Quartal verspricht AMD hingegen die Markteinführung erster Produkte mit seinem Hochleistungsprozessor Ryzen, dessen Architektur unter dem Codenamen Zen entwickelt wurde. Auf der CES zeigte es Mainboards, PC-Designs und kompatible Kühlsysteme, die sich für die neue CPU eignen. An PCs mit Ryzen-Desktop-Prozessoren (Codename Summit Ridge) sollen alle weltweit führenden OEM-Hersteller arbeiten. Die Vorstellung von für Notebooks optimierten Ryzen-Recheneinheiten (Codename Raven Ridge) plant AMD für das zweite Halbjahr.

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