Western Digital stellt Festplatten-Reihe „WD Gold“ für Rechenzentren vor

Sie umfasst drei 3,5-Zoll-Modelle mit Kapazitäten von 4, 6 und 8 TByte. Das größte ist mit Helium gefüllt, was für mehr Leistung und Energieeffizienz sorgt. Die zwischen 275 und 558 Euro teuren Neuvorstellungen eignen sich für Server und Speichersysteme jeder Größe.

Western Digital hat seine Festplatten-Portfolio um die Reihe „WD Gold“ ergänzt, die wie die zunächst weiterhin erhältliche Vorgängerserie „WD Re“ für den Einsatz in Rechenzentren konzipiert ist. Sie umfasst 3,5-Zoll-Laufwerke mit Speicherkapazitäten von 4, 6 und 8 TByte. Diese sollen sich sowohl für kleine und mittlere Server- und Speichersysteme eignen als auch für rackbasierte Hochverfügbarkeitsserver und Storage Arrays.

Das 8-TByte-Modell der "WD Gold"-Reihe ist mit Helium gefüllt (Bild: WD).Das 8-TByte-Modell der „WD Gold“-Reihe ist mit Helium gefüllt (Bild: WD).Das 8-TByte-Modell der neuen WD-Gold-Reihe ist mit Helium gefüllt, dessen Dichte lediglich ein Siebtel der Dichte von Luft beträgt. Dadurch sind die Strömungseffekte geringer, denen die rotierenden Plattenstapel ausgesetzt sind. Der Motor, der die einzelnen Platter bewegt, benötigt entsprechend weniger Kraft und somit auch weniger Energie. WD spricht von einer bis zu 15 Prozent höheren Energieeffizienz gegenüber der vorherigen Generation der WD Re und von einem bis zu 26 Prozent niedrigeren Stromverbrauch gegenüber vergleichbaren Enterprise-Festplatten mit 8 TByte Kapazität.

Auch die Strömungskräfte, die Platten und Trägerarme in Schwingungen versetzen, mit denen die Schreib- und Leseköpfe über den Datenspuren positioniert werden, fallen im Vergleich zu einer mit Luft gefüllten HDD deutlich geringer aus. Daher lassen sich in einer heliumgefüllten Festplatte die Platter enger anordnen – es finden also in einem gleich großen Gehäuse mehr Magnetscheiben Platz. Außerdem können die Datenspuren enger zusammenrücken. Zusätzlich führen die geringeren Scherkräfte und die bessere Wärmeleitfähigkeit von Helium dazu, dass das Laufwerk kühler und leiser arbeitet.

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Bei der Aufzeichnungstechnik setzt die 8-TByte-Ausführung der WD Gold auf das seit Jahren verwendete Perpendicular Magnetic Recording (PMR). Dieses kann bei der Schreibdichte pro Platter zwar nicht mit neueren Verfahren wie dem Shingled Magnetic Recording (SMR), bei dem Daten wie Schindeln überlappend gespeichert werden, mithalten, erlaubt im Vergleich dazu aber eine höhere Datenrate. Konkrete Angaben dazu macht der Hersteller jedoch nicht. Das gilt auch für die im 6-TByte-Modell eingesetzte medienbasierte Zwischenspeicherung (wahrscheinlich auf Basis von NAND-Flash) zur Verbesserung der zufälligen Schreibleistung.

Als Schnittstelle kommt bei allen Neuvorstellungen ein SATA-Interface mit 6 GBit/s zum Einsatz. Die Magnetscheiben rotieren mit 7200 U./min. Die Cache-Größe beträgt 128 MByte. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) spezifiziert WD mit 2,5 Millionen Stunden. Die Gold-Festplatten sind auf einen Dauerbetrieb mit jährlichen Arbeitslasten von bis zu 550 TByte ausgelegt. Sie benötigen laut Hersteller im Betrieb zwischen 7,4 (8-TByte-Modell) und 9,10 Watt.

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Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Intel® Xeon® Prozessoren sind aktuelle Server deutlich leistungsfähiger als ihre Vorgängermodelle. Unternehmen können durch die Investition in neue Server Kosten senken sowie Leistung und Effizienz steigern.

Ein Vibrationsschutz und WDs Dual-Actuator-Technik sollen für eine optimale Leistung in vibrationsanfälligen RAID-Arrays und Rack-Systemen mit mehreren Laufwerken sorgen. Die StableTrac-Technologie schützt die Motorwelle an beiden Enden, um die vom System verursachte Vibration zu reduzieren und die einzelnen Platter für eine genaue Positionierung des Schreib- und Lesekopfes zu stabilisieren.

WD liefert die Vertreter der Gold-Reihe mit 24/7-Premium-Support aus. Die 8-TByte-Version (WD8002FRYZ) kostet 558 Euro, die 6-TByte-Ausführung (WD6002FRYZ) 443 Euro und das 4-TByte-Modell (WD4002FRYZ) 275 Euro.

Themenseiten: Server, Storage, Western Digital

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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