Intel schmiedet Partnerschaft mit Big-Data-Virtualisierer BlueData

Das Start-up optimiert seine Private-Cloud-taugliche Technik für Intels Xeon-Prozessoren. Intel beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde über 20 Millionen Dollar. Es erhält einen Sitz im Aufsichtsrat und hilft beim Vertrieb der Lösung.

Intel hat in BlueData investiert und mit diesem Unternehmen zugleich eine Big-Data-Partnerschaft geschlossen. Zusammen will man Big Data und Virtualisierung in einer Weise kombinieren, die die Nutzung von Hadoop und Spark in Unternehmen vereinfacht – insbesondere als Teil einer Private Cloud, wie BlueData-CEO Kumar Sreekanti in einem Blogbeitrag schreibt.

BlueData ist Anbieter einer Softwareplattform namens EPIC, mit der sich Hadoop- und Spark-Cluster in virtuellen Umgebungen – also modernen Rechenzentren – erstellen lassen. Intel schloss sich über seine Tochter Capital einer Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Dollar an. Der General Manager seiner Softwaresparte, Doug Fisher, tritt zudem dem Aufsichtsrat von BlueData bei.

Architektur von BlueData EPIC (Bild: BlueData)Architektur von BlueData EPIC (Bild: BlueData)Teil der Vereinbarung ist, dass BlueData seine Software für Xeon-Prozessoren und die Intel-Architektur optimiert. Intel wird dem Start-up beim Vertrieb der Lösung helfen und gemeinsame Kundenkontakte pflegen. Es will auch Know-how in die Entwicklung einbringen.

Im Bereich Big Data arbeitet Intel beispielsweise mit Cloudera zusammen, das von ihm im März 2014 ebenfalls eine „bedeutende Investition“ erhalten hat und in dessen Aufsichtsrat es vertreten ist. Intel trägt zudem selbst zu Apache Spark bei. Dagegen hat es seine Anfang 2013 eingeführte eigene Hadoop-Distribution nach einem Jahr wieder eingestellt.

Apache Spark ist eine quelloffene In-Memory-Datenverarbeitungs-Engine, die aktuell in Version 1.4 vorliegt. Das letzte Release brachte etwa Unterstützung für die Statistik-Programmiersprache R.

Zum gleichen Zeitpunkt, Mitte Juni, sagte der Konzern IBM dem Projekt massive Unterstützung zu: Bei ihm sollen sich künftig 3500 Entwickler mit Projekten befassen, die mit Spark zu tun haben. IBM teilte mit, im Zeitalter mobiler Apps und des Internets der Dinge sehe es zwei herausragende Vorteile von Spark. Zum einen verbessere es die Leistung datenbasierter Anwendungen dramatisch. Zum anderen habe man beobachtet, dass es die Entwicklung aus Daten lernender „intelligenter“ Apps radikal vereinfache.

Spark war 2009 an der Universität Berkeley als Forschungsprojekt gestartet worden, um ein Cluster-Computing-Framework für Arbeitslasten zu schaffen, für die Hadoop schlecht geeignet ist. Es wurde 2010 quelloffen. 2014 trugen mehr als 450 Unterstützer Quelltext bei. Die Erfinder von Spark haben inzwischen das Unternehmen Databricks gegründet, das als Distributor von Spark eine Komplettlösung für Datenwissenschaftler und Entwickler verspricht.

BlueData ist unter der Adresse Bluedata.com erreichbar. Es sollte nicht mit einem gleichnamigen deutschen Internet Service Provider aus der Nähe von Rostock verwechselt werden.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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